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lady89



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Steinfurt

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2006 19:16    Titel: Quellenanalyse Antworten mit Zitat

Hallöchen!
Jetzt werdet ihr euch bestimmt fragen, warum ich ausgerechnet hier einen Text über den Holocaust reinstelle!?
Deswegen: Ich hab hier eine Quellenanalyse erfasst, doch das Problem ist, dass ich nicht besonders gut bin was Quellenanalysen betrifft und das Blöde dran ist ja auch noch, dass ich das meiner Geschi-Lehrerin abgeben muss...

Also, das wär echt klasse, wenn ihr mir eure Meinung dazu sagt!


Hierbei handelt es sich um die Aufzeichnungen Rudolf Höß´s. Er war von 1940 bis 1943 Kommandant des Konzentrationslagers Ausschwitz. Am 11.03.1946 wurde er verhaftet und nach Polen geschickt. Dort wurde er am 02.04.1947 zu Tode verurteilt und am 16.04.1947 von seiner ehemaligen Resisdenz in Ausschwitz ermordet. Er erklärt in seinen Aufzeichnungen nicht nur seine Schuldgefühle, welche ihn auch schon während den NS-Verbrechen geplaggt haben, sondern auch wie er sein Leben vergeudet habe. Er erwähnt, dass er sich sehr zusammenreißen musste, um in der Öffentlichkeit nicht bemerkbar zu machen, wie sehr er unter seinen Handlungen als Kommandant leidete. Gefühle - menschliche Hemmungen, wie er sie nannte, durften nicht gezeigt werden, sei es durch Mimik oder Gestik. Er musste auch während den Verbrechen dabei sein und zugucken, wie die Juden leideten. Er argumentiert folgendermaßen:
“Ich musste dies alles tun, weil ich derjenige war, auf den alle sahen, weil ich allen zeigen musste, dass ich nicht nur die Befehle erteilte, die Anordnungen traf, sondern auch bereit war, selbst überall dabei zu sein, wie ich es von den von mir dazu Kommandierten verlangen musste.” Seine Bedrücktheit, Angst und Zweifel wurde für ihm zum Verhängnis, welche ihn im täglichen Leben nicht mehr losließ. Er begründet sein Verhalten als eine Art Zwang. Eigentlich wollte er nicht so handeln, doch musste er so handeln. Dies widerspricht sich jedoch, weil er sich auch rühmt, als er in seinen Aufzeichnungen erwähnt, als erster das Giftgas Zyklon B “erfolgreich” eingesetzt zu haben. Bei ihm zu Hause hätten die Juden es immer schön gehabt. Höß ist verwirrt und versucht sich vergeblich aus der ganzen Sache rauszureden. Rudolf Höß´s Aufzeichnungen kann man auf verschiedene Art und Weise interpretieren. Da die deutsche Bevölkerung sich vor der Konsequenz für “falsches” Handeln befürchtete, haben sie meistens es nicht gewagt, weder in der Familie noch in der Öffentlichkeit schlecht über Hitler´s Regime zu reden. Die Leute mussten lernen mit dieser grausamen Realität zu leben. Hitler hat der deutschen Bevölkerung auch durch die Tatsache, dass er die Leute, die sich je wagten ihm gegenüber zu stellen, vor allen Leuten vorgeführt was mit jenen passieren würde, wenn diese seinen Befehlen nicht folgen würden. Aus diesem Grund hat die deutsche Bevölkerung geschwiegen und den NS-Verbrechen zugeschaut. Eine andere Sichtweise ist, dass Rudolf Höß als Kommandant aktiv war und verpflichtet war, Hitler´s Befehle auszuführen. Aufgrund dessen könnten seine Aufzeichnungen dem Zweck dienen, dass er sich aus der ganzen Sache sozusagen rausreden möchte, d.h. er versucht seine Unschuld den Richtern gegenüber der Anklagebank zu zeigen. Ebenfalls ist das deutsche Volk unter sehr große Not gerieten. Schließlich mussten alle von Null anfangen. Darunter kann man das finanzielle sowie die Verarbeitung des Holocausts und viele weitere Probleme die dadurch verursacht worden sind, verstehen. Größten Teils wurde auch über die Natinalsozialistische Vergangenheit geschwiegen. Erst in den späteren Jahren konnten sie sich damit auseinandersetzen.


Danke euch schonmal im Voraus! Augenzwinkern
MFG
Franziska



Anmeldungsdatum: 02.12.2005
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 22. Okt 2006 20:17    Titel: Re: Quellenanalyse Antworten mit Zitat

Hallo!
lady89 hat Folgendes geschrieben:

Hierbei handelt es sich um die Aufzeichnungen Rudolf Hößs. Er war von 1940 bis 1943 Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz. Am 11.03.1946 wurde er verhaftet und nach Polen geschickt. Dort wurde er am 02.04.1947 zu Tode verurteilt und am 16.04.1947 von seiner ehemaligen Resisdenz in Auschwitz ermordet. Er erklärt in seinen Aufzeichnungen nicht nur seine Schuldgefühle, welche ihn auch schon während den NS-Verbrechen geplagt haben, sondern auch wie er sein Leben vergeudet habe. Er erwähnt, dass er sich sehr zusammenreißen musste, um in der Öffentlichkeit nicht bemerkbar zu machen, wie sehr er unter seinen Handlungen als Kommandant litt. Gefühle - menschliche Hemmungen, wie er sie nannte, durften nicht gezeigt werden, sei es durch Mimik oder Gestik. Er musste auch während der Verbrechen dabei sein und zugucken (sehr umgangssprachlich, besser: ansehen), wie die Juden litten. Er argumentiert folgendermaßen:
“Ich musste dies alles tun, weil ich derjenige war, auf den alle sahen, weil ich allen zeigen musste, dass ich nicht nur die Befehle erteilte, die Anordnungen traf, sondern auch bereit war, selbst überall dabei zu sein, wie ich es von den von mir dazu Kommandierten verlangen musste.” Seine Bedrücktheit, Angst und Zweifel wurden für ihn zum Verhängnis, welche ihn im täglichen Leben nicht mehr losließen. Er begründet sein Verhalten als eine Art Zwang. Eigentlich wollte er nicht so handeln, doch musste er so handeln. Dies widerspricht sich jedoch, weil er sich auch rühmt, als er in seinen Aufzeichnungen erwähnt, als erster das Giftgas Zyklon B "erfolgreich" eingesetzt zu haben. Bei ihm zu Hause hätten die Juden es immer schön gehabt. Höß ist verwirrt und versucht sich vergeblich aus der ganzen Sache rauszureden. Rudolf Hößs Aufzeichnungen kann man auf verschiedene Art und Weise interpretieren. Da die deutsche Bevölkerung sich vor der Konsequenz für “falsches” Handeln fürchtete, haben sie meistens es nicht gewagt, weder in der Familie noch in der Öffentlichkeit schlecht über Hitlers Regime zu reden. Die Leute mussten lernen mit dieser grausamen Realität zu leben. Hitler hat der deutschen Bevölkerung auch durch die Tatsache, dass er die Leute, die sich je wagten ihm gegenüber zu stellen, vor allen Leuten vorgeführt zu werden, was mit jenen passieren würde, wenn diese seinen Befehlen nicht folgen würden. Aus diesem Grund hat die deutsche Bevölkerung geschwiegen und den NS-Verbrechen zugeschaut. Eine andere Sichtweise ist, dass Rudolf Höß als Kommandant aktiv war und verpflichtet war, Hitlers Befehle auszuführen. Aufgrund dessen könnten seine Aufzeichnungen dem Zweck dienen, dass er sich aus der ganzen Sache sozusagen rausreden möchte, d.h. er versucht seine Unschuld den Richtern gegenüber der Anklagebank zu zeigen. Ebenfalls ist das deutsche Volk unter sehr große Not geraten. Schließlich mussten alle von Null anfangen. Darunter kann man das finanzielle sowie die Verarbeitung des Holocausts und viele weitere Probleme, die dadurch verursacht worden sind, verstehen. Größten Teils wurde auch über die natinalsozialistische Vergangenheit geschwiegen. Erst in den späteren Jahren konnten sie sich damit auseinandersetzen.
MFG


Ich habe die mal die Fehler korrigiert, zur Quellenanalyse kann ich die nicht weiterhelfen. Da es für Geshichte ist, kannst du ja auch noch einmal im Geschichteboard die Frage stellen.

Franziska
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