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Pinkberrye



Anmeldungsdatum: 27.04.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 27. Apr 2016 14:49    Titel: Gedanken zusammen fassen Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Aufgabe: In einem weiteren Brief an Petra S. wird deutlich, dass ihr ehemaliger Mitschüler Knut eine zwiespältige Einstellung zu einem Klassentreffen hat. Fassen Sie seine Gedanken und Gefühle dem Klassentreffen gegenüber zusammen, und ergänzen Sie diese durch eigene Überlegungen.
Schreiben Sie einen ausformulierten Text, nennen Sie nicht nur Stichpunkte.

Text:Liebe Petra,
ich muss gestehen, dass ich eigentlich seit vielen Jahren nicht mehr über unser Abitur nachgedacht habe. Schließlich ist ja auch seitdem viel Spannendes passiert: das Studium, viele Auslandsaufenthalte, die berufliche Karriere, die mich sehr forderte, die Heirat und die beiden Kinder und dann noch die Scheidung vor zehn Jahren. Das war schon ein pralles Leben, und der Blick war immer nach vorne gerichtet. Aber wer will sich dabei an den alten Zeiten orientieren? Gut, wir waren eine sehr enge Klassengemeinschaft, und wir haben viele Ups and Downs erlebt. Manchmal gab es Stress mit den Lehrern, und manchmal flogen auch die Fetzen unter uns, aber am Ende überwogen doch die positiven Erfahrungen und Eindrücke. Und es ist ja auch eine prägende Erfahrung, wenn man gemeinsam und verzweifelt im Mathematikunterricht sitzt und die nicht vorhandene Fläche unter einer nicht vorhandenen Kurve berechnen soll ? oder so ähnlich. Da denke ich doch lieber an die Englischstunden, in denen wir uns auf dem Tisch mit Shakespeares Sonetten beschäftigten und unter dem Tisch englische Limericks austauschten. Und über allem schwebte eine Atmosphäre von gegenseitiger Akzeptanz, ein wärmendes Gruppengefühl, das nur dann von einem hämischen Gelächter aufgelöst wurde, wenn die Wortbeiträge der Mitschüler zu peinlich wurden oder spontan komische Situationen entstanden. Ja, wenn ich daran denke, wird mir wieder einmal klar, dass eine Schulklasse wohl eine der wenigen Gemeinschaften im Leben ist, die überdauern.
Ich merke schon, kaum flattert eine Einladung zum 20-jährigen Abitur ins Haus, sind sie wieder da, die alten Gefühle und Gedanken, und mein Schulleben steht wieder vor mir, als wäre es gestern gewesen. Aber in diese spontane Reaktion mischen sich auch nachdenkliche Töne. Kann man wirklich da anknüpfen, wo die persönlichen Beziehungen nach dem Abitur abbrachen? Ist es wirklich so spannend, die alten Mitschülerinnen und Mitschüler wiederzutreffen? Es ist doch wohl wenig wahrscheinlich, dass die Typen, die ich schon vor 20 Jahren unmöglich und nicht gerade sympathisch fand, jetzt meine Zuneigung wecken werden. Oder ist es genau umgekehrt, dass alte Freunde sich zu Persönlichkeiten entwickelt haben, die ich ablehne? Da fällt mir Ulla ein, die von einem warmherzigen, etwas verhuschten jungen Mädchen zur knallharten Businessfrau mutiert ist.
Vielleicht ist es wirklich spannend zu sehen, wie sich die Mitschüler in den vergangenen 20 Jahren entwickelt haben, welche Lebensentwürfe sie hatten und was sie davon realisiert haben oder nicht. Interessant ist es wohl auch zu erfahren, wie sie mit Erfolgen und Misserfolgen umgegangen sind und wie sie Schicksalsschläge bewältigt haben. Und natürlich löst das auch bei mir die Frage aus, wie ich mich selbst in diesem Zusammenhang sehe.
So gesehen, ist unser Klassentreffen eine Reise zu uns selbst. Und das ist für mich dann bestimmt wichtiger, als erneut Dinge zu erfahren, die ich schon längst vergessen hatte.
Eigentlich sollte ich mich von allen Erwartungen frei machen und ganz unvoreingenommen zu dem Klassentreffen gehen. Wer nichts erwartet, wird auch nicht enttäuscht.

In diesem Sinne grüße ich Dich ganz herzlich

Dein Knut


Könnt ihr eventuelles Korrigieren:
Als Leser kann man sich im Text des Ich-Erzählers hineinversetzen. Knut stellt fest, dass er in den letzten Jahren keinen Gedanken mehr an seine Schulzeit verloren hat
Knut beschreibt zunächst kurz sein Leben, Studium, Auslandsaufenthalte, Karriere, Familie gründen, Scheidung. Er ist sehr unsicher was Vergangenheit betrifft. Seiner Aussage nach ist sein Blick immer nach vorne gerichtet. Er beschreibt seine verwirrenden Gefühle, als er die Einladung bekam: die Vergangenheit kam in ihm hoch, als ob es gestern gewesen wäre.
Seine Gedanken sind voller Fragen:
Ist es denn wirklich wichtig, sich nach so langer Zeit wieder zu treffen?
Sind die Typen, die er vor 20 Jahren unsympathisch fand, für ihn jetzt sympathisch? Oder Freunde von damals jetzt unsympathisch?
Vielleicht aber ist es interessant sie wieder zu treffen, um zu erfahren wie sich die ehemaligen Schüler entwickelt haben, was sie alles gemacht haben und was sie aus Misserfolgen gelernt haben.

Es ist ihm wichtiger deren Reise vom Leben zu erfahren, als Erinnerungen von damaliger Zeit.

Er versucht alles neutral, wertfrei zu betrachten. Denn er ist davon überzeugt wenn er Neutral dem Klassentreffen gegenüber steht kann er nicht enttäuscht werden, wenn der Abend doch nicht so spaßig und amüsant wird wie erhofft. ?Wer nichts erwartet, wird auch nicht enttäuscht?.


Meine Ideen:
Der Inhalt des Textes sollte zunächst zusammengefasst werden. Dabei sollten die die Überlegungen Knuts zum Pro und Kontra Klassentreffen erarbeitet und gegenübergestellt werden: Daraus sollte sich dann gut erkennen lassen, welche Gründe für und welche gegen eine Teilnahme aus der Sicht Knuts sprechen. Sie sollten sich dann Ihre eigene Meinung des Sachverhaltes bilden und diese darlegen.
oberhaenslir



Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 729

BeitragVerfasst am: 16. Sep 2016 07:58    Titel: Zusammenfassung Antworten mit Zitat

Lesen Sie den Text laut und unterstreichen Sie in jedem Satz das betonte Wort! Formulieren Sie dann mit Hilfe der unterstrichenen Wörter die Zusammenfassung!
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