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Plural von "Onkel"
 
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abraxas
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 19.07.2004
Beiträge: 870

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2006 03:54    Titel: Antworten mit Zitat

Man könnte jetzt eine Generative Regel draus machen:

[+vowel] --> 0 / _+[+vowel]

Für Nichtphonologiebewanderte liest sich das folgendermassen:

Ein Vokal wird zu nix, wenn er in folgendem Kontext vorkommt: das Gesuchte Phonem ist direkt vor einer Morphemgrenze hinter der sich wiederum ein weiterer Vokal befindet.

Bäh. Es ist schon spät, ich sollte ins Bett.

Und in der Tat spreche ich es auch meistens mit Vokaldoppelung (leicht palatalisiertem zweiten Vokal) aus.

Warum das Ganze? Ah, jetzt fällts mir wieder ein:
Die sechs sich eigentlich gegenseitig nicht mögenden Prinzipien, nach denen die deutsche Rechtschreibung aufgebaut ist. Eines davon ist das Phonologische Prinzip, das andere das Formalistische (glaub ich??)...

Wer sie mir alle nennen kann kriegt nen Keks.

Im ersteren Fall, also dem Schreien, wird neuerdings nach dem Phonologishcen voregangen. Das hatten sie allerdings vergessen, als sie sich mit der Selbständigkeit beschäftigt haben - da war wieder das rein Formale der ausschlaggebende springende Punkt.

Und kleine Kinder bekommen im Diktat auch noch Punkte dafür abgezogen.
pfft.

Grüße, abraxas

_________________
Stell Dir vor es geht und keiner kriegts hin.
Pemmican



Anmeldungsdatum: 22.03.2005
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2006 23:41    Titel: Antworten mit Zitat

abraxas hat Folgendes geschrieben:
Man könnte jetzt eine Generative Regel draus machen:

[+vowel] --> 0 / _+[+vowel]

Für Nichtphonologiebewanderte liest sich das folgendermassen:

Ein Vokal wird zu nix, wenn er in folgendem Kontext vorkommt: das Gesuchte Phonem ist direkt vor einer Morphemgrenze hinter der sich wiederum ein weiterer Vokal befindet.

Bäh. Es ist schon spät, ich sollte ins Bett.



Ehmmm.... ja.... klingt für mich nach einer Art "Elision". Augenzwinkern



Zitat:
Und in der Tat spreche ich es auch meistens mit Vokaldoppelung (leicht palatalisiertem zweiten Vokal) aus.

Warum das Ganze? Ah, jetzt fällts mir wieder ein:
Die sechs sich eigentlich gegenseitig nicht mögenden Prinzipien, nach denen die deutsche Rechtschreibung aufgebaut ist. Eines davon ist das Phonologische Prinzip, das andere das Formalistische (glaub ich??)...

Wer sie mir alle nennen kann kriegt nen Keks.



Da wär ich jetzt mal interessiert dran - kannst Du die nochmal herauskramen, abraxas?!
Ich ging bisher von zwei Prinzipien aus: Das phonologische und das etymologische, aber wenn's da noch mehr gibt... ich bin ganz Ohr.



Zitat:
Im ersteren Fall, also dem Schreien, wird neuerdings nach dem Phonologishcen voregangen. Das hatten sie allerdings vergessen, als sie sich mit der Selbständigkeit beschäftigt haben - da war wieder das rein Formale der ausschlaggebende springende Punkt.


Naja, ursprünglich (d.h. noch vor der Rechtschreibreform im Jahre 1901) gab es beide Schreibungen selbständig und selbstständig, die bedeutungsmäßig unterschieden waren. Worin genau der Unterschied lag müßte ich nochmal nachsehen.


Zitat:
Und kleine Kinder bekommen im Diktat auch noch Punkte dafür abgezogen.
pfft.

Grüße, abraxas


Nun, die neue Rechtschreibung ist für mich sowieso ein rotes Tich - so einen Wust an Ungereimtheiten hab ich selten gesehen.
Ich werde "auseinanderschreiben" nicht auseinanderschreiben, nur weil es mit "auseinander" zusammengesetzt ist - während "zusammenschreiben" sehr wohl zusammengeschrieben wird, weil's ja mit "zusammen" zusammengesetzt ist.
Ja soll ich denn jetzt "rot" auch immer nur mit einem roten Stift schreiben und "blau" mit einem blauen?! Also echt, so'n bescheuerten Schrott tu ich mir nicht an.

Grüße
-Pemmican

_________________
Wâ mag ich mich nu vinden?
wâ mac ich mich nu suochen, wâ?
nu bin ich hie und bin ouch dâ
und enbin doch weder dâ noch hie.
wer wart ouch sus verirret ie?
wer wart ie sus zerteilet mê?

(Gottfried von Straßburg)
kikira



Anmeldungsdatum: 15.06.2006
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 12. Jul 2006 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Pemmican hat Folgendes geschrieben:
Nun, die neue Rechtschreibung ist für mich sowieso ein rotes Tich - so einen Wust an Ungereimtheiten hab ich selten gesehen.
Ich werde "auseinanderschreiben" nicht auseinanderschreiben, nur weil es mit "auseinander" zusammengesetzt ist - während "zusammenschreiben" sehr wohl zusammengeschrieben wird, weil's ja mit "zusammen" zusammengesetzt ist.
Ja soll ich denn jetzt "rot" auch immer nur mit einem roten Stift schreiben und "blau" mit einem blauen?! Also echt, so'n bescheuerten Schrott tu ich mir nicht an.

Grüße
-Pemmican


AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH, darüber könnte ich eine Abhandlung schreiben, was ich an der neuen Rechtschreibreform unsinnig finde.

Aber das allerärgste ist, dass diese Idioten 15 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (in Worten: fünfzehn) Jahre gebraucht haben und noch dafür bezahlt worden sind, um so ein Schwachsinnskonzept zu erarbeiten.
Total nach dem Schema: Viele Köche verderben den Brei.

Die hätten mich mal ran lassen sollen.
Ich hätte denen innerhalb von 1 Woche eine logische Reform ( und das ohne scharfes s) geliefert! hihi
Beziehungsweise....am liebsten hätt ich gar nichts geändert an der alten Rechtschreibung. Die hatte ich so perfekt intus. Jetzt überleg ich dauernd hin und her, wie es nach der neuen geschrieben wird.

Am herzigsten find ich ja auch, dass es bei uns auf der Uni am Ende bei so ziemlich jeder Rechtschreibregelung heißt:

Im Zweifelsfall darf man es so schreiben, wie man will. <<< HIHI UND LOL

Es lebe die ANARCHIE in der RECHTSCHREIBUNG!

kiki
abraxas
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 19.07.2004
Beiträge: 870

BeitragVerfasst am: 14. Jul 2006 00:38    Titel: Antworten mit Zitat

Pemmican hat Folgendes geschrieben:

Ehmmm.... ja.... klingt für mich nach einer Art "Elision". Augenzwinkern


ja... Elision... so heisst das Kind... fiel mir nur nicht mehr ein Augenzwinkern

Pemmican hat Folgendes geschrieben:

Da wär ich jetzt mal interessiert dran - kannst Du die nochmal herauskramen, abraxas?!
Ich ging bisher von zwei Prinzipien aus: Das phonologische und das etymologische, aber wenn's da noch mehr gibt... ich bin ganz Ohr.

Hups, da hatte ich mich vertan. Acht sinds (aber nur die ersten sechs sind wirklich die wichtigen)... und hier sind sie:
http://www.deutschboard.de/ptopic,7900.html#7900

(Wow, das war der 7900ste Beitrag im deutschboard...)

Grüße, abraxas

PS: meine Berufsbeschreibung kommt noch, aber ich sollte mich grad eher meinem Studium widmen...

Einstweilen ein kleiner Link:

http://www.sfs.uni-tuebingen.de/iscl/German/CL-de.shtml

_________________
Stell Dir vor es geht und keiner kriegts hin.
Franz-Josef Bechter
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Apr 2009 04:48    Titel: plural von onkel Antworten mit Zitat

das plural von onkel ist ÖNKEL

die pisa studie hat berichtet
Gast






BeitragVerfasst am: 15. Apr 2009 00:20    Titel: Antworten mit Zitat

abraxas hat Folgendes geschrieben:

Warum das Ganze? Ah, jetzt fällts mir wieder ein:
Die sechs sich eigentlich gegenseitig nicht mögenden Prinzipien, nach denen die deutsche Rechtschreibung aufgebaut ist. Eines davon ist das Phonologische Prinzip, das andere das Formalistische (glaub ich??)...

Wer sie mir alle nennen kann kriegt nen Keks.

Im ersteren Fall, also dem Schreien, wird neuerdings nach dem Phonologishcen voregangen. Das hatten sie allerdings vergessen, als sie sich mit der Selbständigkeit beschäftigt haben - da war wieder das rein Formale der ausschlaggebende springende Punkt.

Grüße, abraxas


Also, ich habe auch mal nachgeschaut. Grundprinzipen der Orthographie des Deutschen sind das phonologische und das semantische Prinzip. Zum phonoloischen Prinzip gehört als Einzelprinzip das phonologische Prinzip, welches die Phonem-Graphem-Beziehungen regelt (nicht ganz korekt aber vereinfacht: Beziehungen zwischen Lauten und Schriftzeichen). Zum semantischen Prinzip gehören die Einzelprinzipien morphematisches Prinzip (was ist das zugehörige/verwandte Morphem) sowie das syntaktischeb Prinzip (regelt Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung etc.).

Das phonologische Prinzip stützt die Aufzeichnungsfunktion (klar, wenn ich z.B. Wörter ähnlich der Aussprachs schreiben kann), was aber u.U. die Sache für den Leser erschwerden kann. Das semantische Prinzip dagegen (dazu gehören neben Groß-/Kleinschreibung, Getrennt-/Zusammenschreibung z.B. auch Interpunktion und, Textgliederung) untertsützt das Leseverstehen und das Texterfassen - auch klar, z.B. erkenne ich sofort die Substantive etc.

So habe ich es mal (grob und vereinfacht wiedergegeben) in einem sprachwissenschaftlichen Uni-Seminar gelernt. :-)

Schöne Grüße, silvereagle
Gast






BeitragVerfasst am: 15. Apr 2009 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

Anonymous hat Folgendes geschrieben:
abraxas hat Folgendes geschrieben:

Warum das Ganze? Ah, jetzt fällts mir wieder ein:
Die sechs sich eigentlich gegenseitig nicht mögenden Prinzipien, nach denen die deutsche Rechtschreibung aufgebaut ist. Eines davon ist das Phonologische Prinzip, das andere das Formalistische (glaub ich??)...

Wer sie mir alle nennen kann kriegt nen Keks.

Im ersteren Fall, also dem Schreien, wird neuerdings nach dem Phonologishcen voregangen. Das hatten sie allerdings vergessen, als sie sich mit der Selbständigkeit beschäftigt haben - da war wieder das rein Formale der ausschlaggebende springende Punkt.

Grüße, abraxas


Also, ich habe auch mal nachgeschaut. Grundprinzipen der Orthographie des Deutschen sind das phonologische und das semantische Prinzip. Zum phonoloischen Prinzip gehört als Einzelprinzip das phonologische Prinzip, welches die Phonem-Graphem-Beziehungen regelt (nicht ganz korekt aber vereinfacht: Beziehungen zwischen Lauten und Schriftzeichen). Zum semantischen Prinzip gehören die Einzelprinzipien morphematisches Prinzip (was ist das zugehörige/verwandte Morphem) sowie das syntaktischeb Prinzip (regelt Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung etc.).

Das phonologische Prinzip stützt die Aufzeichnungsfunktion (klar, wenn ich z.B. Wörter ähnlich der Aussprachs schreiben kann), was aber u.U. die Sache für den Leser erschwerden kann. Das semantische Prinzip dagegen (dazu gehören neben Groß-/Kleinschreibung, Getrennt-/Zusammenschreibung z.B. auch Interpunktion und, Textgliederung) untertsützt das Leseverstehen und das Texterfassen - auch klar, z.B. erkenne ich sofort die Substantive etc.

So habe ich es mal (grob und vereinfacht wiedergegeben) in einem sprachwissenschaftlichen Uni-Seminar gelernt. :-)

Schöne Grüße, silvereagle



Ich sollte auch ins Bett...lauter Fehler, inhaltlich wie vom Tippen...naja. Also, das waren bei mir nur wichtige Prinzipien, nicht alle, tut mir leid...war auch klar, so etwas wie historische und sprachästhetische Aspekte spielen natürlich auch noch eine Rolle ;-)
Also, nichts für ungut.

Gute Nacht!
feki
Gast





BeitragVerfasst am: 10. Nov 2011 01:02    Titel: Antworten mit Zitat

Davon abgesehen gäbe es noch das Erkennungsmerkmal:
meinem
Hanni
Gast





BeitragVerfasst am: 10. Nov 2011 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

-> Onkels

Erkennungsmerkmal: "s" für Pluralbildung.
Xabotis



Anmeldungsdatum: 29.12.2010
Beiträge: 848

BeitragVerfasst am: 10. Nov 2011 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Das Plural-s wird nicht grundsätzlich für den Plural verwandt.


Wink

_________________
There is nothing, neither good nor evil, but human thinking makes it so. (W. Shakespeare)
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