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Verfasst am: 26. Jan 2005 11:43 Titel: |
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| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | ich habe nur geschrieben, *könnte* drauf hindeuten!... und das ist nichts mehr als ein ANSATZ, nicht das evangelium!! |
Könnte, aber wenn man merkt, dass es ein Holzweg ist, dann sollte man sich besser was anderes überlegen (es sei denn man hat in einer Klausur nicht mehr genug Zeit dazu und muss sich damit retten, diesen Holzweg noch halbwegs plausibel zu erläutern).
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | in einer gedichtinterpretation, vor allem von "moderneren" gedichten und in interpretationen generell kann es durchaus sinnvoll sein, mehrere interpretationsmöglichkeiten aufzuzählen. wenn man diese schlüssig belegt, dann ist das quasi immer ein garant für extra-pluspunkte!... |
Eine schlüssige Interpretation ist doch eigentlich immer das Ziel einer Gedichtanalyse und keine Extra-Kür. Wenn die Interpretation nicht eindeutig ist, dann kann man die anderen Interpretationswege erwähnen, klar.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | und das gedicht "die Dämmerung" KANN auf eine vorkriegssituation hindeuten. es gibt sowohl zeilen im gedicht, die darauf hindeuten(Z1, kein junge spielt MIT einem teich. warum das MIT da steht, ist mir grad zwar schleierhaft (oder ist das ein tippfehler?) [...] |
Das "mit" steht da genau richtig.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | [...] aber der dicke junge kann durchaus auf wohlhabende gesellschaftsschichten bezogen sein;Z3-6 (s.o.);der blonde dichter in Z7 könnte eine anspielung auf jemand tatsächlich existierendes sein... kennt sich da jemand aus?
Z8: es geht hier wohl um schach. immerhin ein kriegsspiel |
Vielleicht geht es hier auch um eine sexuelle Anspielung? Damen die beritten werden, hui. :-X Oder noch besser: Was ist mit dem Raub der Sabinerinnen? Ist Schach überhaupt ein 'Kriegsspiel' im ursprünglichen Sinne?
Eigentlich will ich nur sagen, dass ich das eher abwegig finde.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | Z11: der graue clown zieht sich die stiefel an... mMn das deutlichste symbol, im bezug auf krieg in diesem gedicht!...), und welche, die damit eher nicht vereinbar sind (eigentlich der ganze rest, zu denen fällt mir nämlich nix wirklich ein. ) |
Schuhe anziehen ist etwas völlig banales was man jeden Tag mindestens einmal macht. Er hätte sich auch die Jacke anziehen können oder eine Zigarette anstecken können, das würdest du wahrscheinlich genauso als Symbol deuten wollen. Und wieso zieht ein Clown in den Krieg? Merke: Das lyrische Ich beschreibt nur das, was es unmittelbar sieht, dies hat Alfred Lichtenstein in seine Selbstkritik geschrieben. Es handelt sich hier also tatsächlich um einen Clown und nicht um einen Clown im übertragenen Sinne.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | ein autor MUSS nicht unbedingt etwas EXAKTES gemeint haben und hat vielleicht sogar auf sehr geschickte weise metaphorisch VERBUNDEN, was sonst wohl kaum zusammengehören würde!... oder will mir einer erzählen, er könne paul celan eindeutig festnageln?
viele interpretatoren maßen sich an, etwas BESTIMMTES herausgefunden zu haben, was NUR GANZ ALLEIN die absicht des autors gewesen sein KANN!... aber das halte ich, wie gesagt, bei vielen schriftstücken für unhaltbar. gerade die mehrdeutigste literatur ist ja auch die wertvollste! (deswegen sind groschenromane so schlecht ) |
Darum geht es ja auch gar nicht. Aber man kann nicht nur jede zweite Zeile des Gedichtes lesen, weil sich das irgendwie halbwegs in das Thema "Krieg" einfügt und die anderen Verse, die sich dem widersetzen und sich nicht in die Deutung passen, einfach ignorieren. Wenn man das erkannt hat, dann muss man halt auch zurückrudern.
Ich habe bei dem Gedicht "Die Raben" von Georg Trakl eine Interpretation in Richtung Krieg erzwungen. Das ist wirklich kein Spaß, sich sowas zusammenreimen zu müssen und alle Widersprüche zu glätten, damit es auf das Gedicht passt. Obwohl ich denke, dass ich das Beste daraus gemacht habe, bin ich gleichwohl nicht wirklich zufrieden mit dieser Interpretation. Einfach aus dem Grund, weil man sich keinen Gefallen damit tut, etwas hilflos in diffusen Dingen rumzustochern und zu hoffen, dass etwas auf meine Deutung passt.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | sich in EINE richtung zu verrennen halte ich bei diesem gedicht für unklug. zumal es, wie schon oben erwähnt, richtung expressionismus zielt. |
Was nicht heißt, dass besonders tiefsinnig sein muss, nur weil es expressionistisch ist. Gottfried Benns Gedichte ästhetisieren das Hässliche, aber ihre symbolische Tragweite kommt niemals an das andere Extrem dieser Epoche, nämlich die eines Georg Trakl heran.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | insofern sind eure vorschläge, werte gäste, sicher richtig. aber niemand KANN die möglichkeit einer andeutung richtung krieg von der hand weisen. das wäre wirklich blind. zumal der (literatur)historische kontext sehr wohl darauf hinweist (nicht jedes gedicht damals hat auf den krieg und auf die spannungen gezielt, baer viele...) |
Vor dem 1.Weltkrieg sind wahrscheinlich mehr Gedichte erschienen, die _nicht_ das Thema Krieg behandeln, als welche die sich um den Krieg drehen. Man kann es selbstverständlich in Erwägung ziehen, dass es sich um den Krieg handeln, aber an irgendeiner Stelle merkt man doch, dass einem die Interpretation entgleitet, dass man sich vom Text löst und demzufolge seine subjektiven Deutungen auch nicht mehr konkret belegen kann.
Wenn man dennoch das Bedürfnis verspürt, dieses Gedicht in einer Klausur unbedingt unter dem Thema Krieg deuten zu müssen, dann kann man das ganz unten unter dem Abschnitt "Eigene Meinung zu dem Gedicht" machen. Aber die eigene Meinung ist halt ferner liefen und kein Muss in Klausuren.
Außerhalb der Schule kann man in sowas natürlich hineininterpretieren wie man lustig ist, aber nicht in und um der Schule.
Ich bin übrigens immer ein und derselbe Gast hier.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | im übrigen, gerade der titel spielt auf eine etwas diffuse darstellung der verschiedenen elemente dieses gedichts. dämmerts euch?! |
Oder ganz einfach auf die Tageszeit.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | grüße! |
MfG
Dirk |
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abraxas Ehrenmoderator

Anmeldungsdatum: 19.07.2004 Beiträge: 870
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Verfasst am: 27. Jan 2005 08:22 Titel: |
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| Zitat: | Könnte, aber wenn man merkt, dass es ein Holzweg ist, dann sollte man sich besser was anderes überlegen (es sei denn man hat in einer Klausur nicht mehr genug Zeit dazu und muss sich damit retten, diesen Holzweg noch halbwegs plausibel zu erläutern).
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ich halte das nicht für einen holzweg. ich hoffe, dass du meine belege verstehen kannst, da du aber einige kritik geäußert hast, werde ich dir das im folgenden nochmal erklären.
| Zitat: | Eine schlüssige Interpretation ist doch eigentlich immer das Ziel einer Gedichtanalyse und keine Extra-Kür. Wenn die Interpretation nicht eindeutig ist, dann kann man die anderen Interpretationswege erwähnen, klar.
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es haben leider nicht alle derjenigen, die auf diese seite gehen so viel ahnung von interpretationen, wie du sie zu haben scheinst (fass das jetzt nicht als stichelei auf, das mein ich so wie ich's sage).
und ich hab "schlüssig" deswegen auch fett geschrieben, da ich verhindern wollte, dass jemand denkt, es würde ausreichend sein, nur verschiedene ansätze hinzuschreiben - auch hier muss man belegen. nur das wollte ich damit sagen.
| Zitat: | | Das "mit" steht da genau richtig. |
wirklich? kennst du jemanden, der mit einem teich spielt?... ich kenn nur leute, die an, in oder um einen teich herum spielen. "mit" ist hier meines Erachtens nach nicht richtig.
und bei so manchem dichter kann das durchaus zur anspielung werden, sowas darf man nicht auf die leichte schulter nehmen, es geht hier immerhin um poesie nicht um prosa. wenn man auf die art und weise brecht lesen würde und sowas einfach übersähe, dann wär man sicher schnell auf dem holzweg.
was den schach angeht: ja, es ist ein kriegsspiel und sachon immer eins gewesen. und: es kann hier vielleicht um eine intrige gehen? die gehen kriegen und dem ersten weltkrieg im besondren, ja häufig voraus.
| Zitat: | | Schuhe anziehen ist etwas völlig banales was man jeden Tag mindestens einmal macht. Er hätte sich auch die Jacke anziehen können oder eine Zigarette anstecken können, das würdest du wahrscheinlich genauso als Symbol deuten wollen. Und wieso zieht ein Clown in den Krieg? |
kennst du viele graue clowns? da siehst du einen, doch dass der clown GRAU ist, macht mich persönlich stutzig, das sind sie eher selten. man zieht sich ja stiefel an, weil man irgendwo hin gehen will - auf einen marsch vielleicht?
ausserdem: nochmal: es geht hier um poesie. man kann nicht einfach sagen, das und das ist alltäglich. viele alltägliche aspekte werden oft in gedichten metaphorisch verarbeitet. ja, da kann auch das anzünden einer zigarette ein bild für etwas anderes sein.
| Zitat: | | Merke: Das lyrische Ich beschreibt nur das, was es unmittelbar sieht, dies hat Alfred Lichtenstein in seine Selbstkritik geschrieben. |
ja, aber hiermit übergibt es seinem leser, sich dazu gedanken zu machen! oder machst du dir keine gedanken über das, was du siehst?
das gedicht kann eine momentaufnahme sein. aber es muss auch nicht wirklich derartig eindimensional gesehen werden.
was im übrigen den radwechsel betrifft:
mit brechts gedichten hab ich mich sehr intensiv auseinandergesetzt (mit lichtenstein leider nicht) und brecht war sozialist. und die weberaufstände waren ein wichtiges kapitel in der entwicklung der deutschen arbeiterbewegung. daher *könnte* das auch möglich sein, es gilt hier (auto-)biographischen kontext zu klären.
obwohl ich zugeb, dass die aufstände weit hergeholt sind. ich weiß auch nicht, ob das hier durchaus richtig sein kann... ich hab aber ne brecht-biographie zuhaus, ich kann ja mal nachschauen.
leider hab ich grad keine zeit, meine englischstunde ist rum. ich würde gerne die diskussion fortsetzen - allein aus interesse. du kannst mir ja eine pn schreiben (du müsstest aber deinen gast-zustand aufheben... )
vielleicht können wir dann das gedicht ganz interpretieren...
grüße! _________________ Stell Dir vor es geht und keiner kriegts hin. |
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Gast
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Verfasst am: 30. Jan 2005 10:04 Titel: |
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| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Das "mit" steht da genau richtig. |
wirklich? kennst du jemanden, der mit einem teich spielt?... ich kenn nur leute, die an, in oder um einen teich herum spielen. "mit" ist hier meines Erachtens nach nicht richtig.
und bei so manchem dichter kann das durchaus zur anspielung werden, sowas darf man nicht auf die leichte schulter nehmen, es geht hier immerhin um poesie nicht um prosa. wenn man auf die art und weise brecht lesen würde und sowas einfach übersähe, dann wär man sicher schnell auf dem holzweg.
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Teiche gibt es große und kleine, in jedem Fall sind sie aber zu groß und unhandlich, um _mit_ ihnen spielen zu können, wie man es z.B. mit einem Ball täte. Man kann aber auch mit größeren Sachen spielen, z.B. mit einem Menschen, aber dann würde man erwarten, dass das Objekt (also der Mensch), selber aktiv ist und Subjekt und Objekt miteinander agieren können. Mit einem Teich kann man nicht interagieren (höchstens mit den Fischen darin).
Es wirkt deshalb grotesk und surrealistisch, weil der Teich entweder winzig klein wirkt oder eine ungewohnte, aktive Rolle einnimmt.
Man würde selbstverständlich erwarten, dass jemand _an_ oder _in_ oder _um_ einen Teich spielt, also das dort eine lokale Präposition stände, der Ort, an dem der Junge spielt. Hier steht aber durch "mit" eine modale Präposition.
Lichtenstein sagt ja, dass es Absicht sei, die Unterschiede von Zeit und Raum zugunsten der Idee zu beseitigen. Es spielt für das lyrische Ich daher nur eine sehr untergeordnete Rolle, _wo_ oder _wann_ es stattfindet, sondern nur _wie_. Die Art und Weise ist halt entscheidend (~modal). |
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kikira Gast
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Verfasst am: 30. Jan 2005 12:35 Titel: |
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Dieses "mit" ist sicher mit Absicht gewählt. Das zeigt das ganze Gedicht.
Der graue Clown erinnert mich aber ebenso an den Krieg. Grau bezieht sich vielleicht auf die graue Soldatenuniform und einer, der als Marionette (ebenfalls ein Begriff aus dem Zirkusjargon) in den Krieg zieht, weil Politiker an "seinen Fäden" ziehen, macht sich zum Clown.
Aber es kann so sein, dass das ganze Gedicht sich nicht auf den Krieg bezieht, sondern Liechtenstein einfach nur beschreibt, was er in der Dämmerung an diesem Teich sieht und darunter war eben auch ein Soldat und mit der Bezeichnung "Clown" gibt er zu verstehen, was er über Krieg und Soldatentum denkt.
Ich hab mich ebenfalls sehr mit den Gedichten Brechts beschäftigt. Sie eignen sich besonders gut zum Interpretieren, find ich. Auch seine Kurzgeschichten (die Geschichten des Herrn Keuner) eignen sich dazu.
Dass "Radwechsel" sich auf den Weberaufstand in Schlesien bezieht, hab ich als Sekundärliteratur gelesen. Bloß - solange dies ein Dritter sagt und ich nicht irgendwo lese, dass Brecht sich diesbezüglich so geäußert hat, bin ich sehr skeptisch, ob sich das auch wirklich so verhält.
Ein Gedicht keimt in einem Autor auf, verursacht durch unmittelbar vorangegangene Eindrücke. Das kann etwas eben Erlebtes, Besprochenes, Gehörtes, Gedachtes, Überlegtes oder Gesehenes sein.
Selbst wenn dieses Gedicht zur Zeit der Weberaufstände in Schlesien entstanden ist - und das ist es - so sagt das noch lange nichts darüber aus, ob nicht ein soeben geführtes Gespräch über die Vergänglichkeit der Zeit z.B. oder was auch immer, Brecht dazu bewogen hat, dieses Gedicht zu schreiben.
Daher ziehe ich werkimmanente Interpretationen vor. Denn kein Außenstehender kann sich anmaßen, zu wissen, was einen Dichter zum Schreiben eines Gedichtes bewogen hat, wenn jener selbst es nicht ausdrücklich irgendwo hinterlegt.
lg kiki |
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Gast
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Verfasst am: 31. Jan 2005 08:11 Titel: |
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| kikira hat Folgendes geschrieben: | | Daher ziehe ich werkimmanente Interpretationen vor. Denn kein Außenstehender kann sich anmaßen, zu wissen, was einen Dichter zum Schreiben eines Gedichtes bewogen hat, wenn jener selbst es nicht ausdrücklich irgendwo hinterlegt. |
In diesem Fall ist es aber hinterlegt:
| Alfred Lichtenstein hat Folgendes geschrieben: | | „Absicht ist, die Unterschiede der Zeit und des Raumes zugunsten der Idee zu beseitigen. Das Gedicht will die Einwirkung der Dämmerung auf die Landschaft darstellen. In diesem Fall ist die Einheit der Zeit bis zu einem gewissen Grade notwendig. Die Einheit des Raumes ist nicht erforderlich, deshalb nicht beachtet. In den zwölf Zeilen ist die Dämmerung am Teich, am Baum, am Feld, am Fenster, irgendwo ... in ihrer Einwirkung auf die Erscheinung eines Jungen, eines Windes, eines Himmels, zweier Lahmer, eines Dichters, eines Pferdes, einer Dame, eines Mannes, eines Jünglings, eines Weibes, eines Clowns, eines Kinderwagens, einiger Hunde, bildhaft dargestellt. (Der Ausdruck ist schlecht, aber ich finde keinen besseren.)“ (Alfred Lichtenstein, Selbstkritik [1913].) |
| kikira hat Folgendes geschrieben: | | Der graue Clown erinnert mich aber ebenso an den Krieg. Grau bezieht sich vielleicht auf die graue Soldatenuniform und einer, der als Marionette (ebenfalls ein Begriff aus dem Zirkusjargon) in den Krieg zieht, weil Politiker an "seinen Fäden" ziehen, macht sich zum Clown. |
Gut, das wäre dann aber nur ein Assoziation. Das Gedicht besteht ja noch aus 11 weiteren Versen. Die Hälfte davon wird kein normaler Schüler dieser Welt in den Zusammenhang "Krieg" bringen können. Der Lehrer wäre ein Sadomasochist, wenn er dies von den Schülern ernsthaft verlangen würde.
| kikira hat Folgendes geschrieben: | | Aber es kann so sein, dass das ganze Gedicht sich nicht auf den Krieg bezieht, sondern Liechtenstein einfach nur beschreibt, was er in der Dämmerung an diesem Teich sieht und darunter war eben auch ein Soldat und mit der Bezeichnung "Clown" gibt er zu verstehen, was er über Krieg und Soldatentum denkt. |
Hmm, wäre aber seltsam, wenn sich so ein einzelner sinnreicher Vers unter all den anderen Versen, die einfach nur eine Landschaft beschreiben, verstecken würde. Ein Osterei.
| kikira hat Folgendes geschrieben: | Dass "Radwechsel" sich auf den Weberaufstand in Schlesien bezieht, hab ich als Sekundärliteratur gelesen. Bloß - solange dies ein Dritter sagt und ich nicht irgendwo lese, dass Brecht sich diesbezüglich so geäußert hat, bin ich sehr skeptisch, ob sich das auch wirklich so verhält.
Ein Gedicht keimt in einem Autor auf, verursacht durch unmittelbar vorangegangene Eindrücke. Das kann etwas eben Erlebtes, Besprochenes, Gehörtes, Gedachtes, Überlegtes oder Gesehenes sein.
Selbst wenn dieses Gedicht zur Zeit der Weberaufstände in Schlesien entstanden ist - und das ist es - so sagt das noch lange nichts darüber aus, ob nicht ein soeben geführtes Gespräch über die Vergänglichkeit der Zeit z.B. oder was auch immer, Brecht dazu bewogen hat, dieses Gedicht zu schreiben. |
So ist es wohl. Wer den historischen Hintergrund und die Biografie von Brecht nicht kennt, würde eh nicht auf diesen Trichter kommen. Aus dem Gedicht selber geht dass jedenfalls in keinster Weise für mich hervor.
Aber das Gedicht lässt sich zum Glück auf die vielfältigsten Situationen projizieren und in so fern sollte es für Schüler kein Problem sein, hier eine halbwegs adäquate Interpretation zu finden.
Im Gegensatz zu "Die Dämmerung" stößt man bei Brechts Gedicht aber nicht allenthalben auf Verse, die sich nicht 'übersetzen' lassen oder bei denen man um drei Ecken denken muss. Das scheint irgendwie eine Obsession zu sein, dass manche unbedingt etwas in ein Gedicht hineininterpretieren müssen. Man sollte an dieser Stelle vielleicht einfach damit leben, dass es 'nur' eine (etwas sonderbare) Landschaftsbeschreibung ist.
| kikira hat Folgendes geschrieben: | | lg kiki |
Dirk |
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kikira Gast
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Verfasst am: 31. Jan 2005 12:39 Titel: |
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Hallo Dirk,
Ich hab das schon aus einem vorigen Post von dir herausgelesen, dass Lichtenstein sich zu seinem eigenen Gedicht geäußert hat. Bloß - jemand, der das nicht weiß, kommt meines Erachtens niemals auf die Intention dieses Gedichts. Die ist ebenso weit hergeholt wie die Assoziation mit dem Weberaufstand in "Radwechsel".
Und ich finde, es ist auch nicht nötig, zu wissen, was der Dichter sich selbst dabei gedacht hat oder worauf er hinaus wollte. Wichtig ist, dass man bei der Interpretation nicht das Recht für sich pachtet, die einzig wahre Interpretation gefunden zu haben und sie als Tatsache hinstellt, sondern das heraus zu lesen, was das Gedicht einem selbst sagt.
Und wieso sollte Lichtenstein diese Assoziation bezüglich des grauen Clowns nicht gehabt haben. Manche Zeilen sind so verfremdet (MIT dem Teich spielen), dass man sehr wohl annehmen muss, dies komme nicht von ungefähr und der Dichter verfolgt damit einen bestimmten Gedanken und jedes Wort wäre bewusst gesetzt.
Noch dazu, wenn dies alles nur eine direkte Beschreibung dessen wäre, was er sieht, ohne eine persönliche Wertung hinein zu bringen, dann muss ich mich fragen, wieso er bei dem Anblick eines grau gekleideten Menschen auf die Idee kommt, es könnte sich um einen Clown handeln. Und wieso zieht der sich auf freier Flur Stiefel an? Clowns sind bunt gekleidet, geschminkt, haben eine bunte Perücke auf und meist Quadratlatschen an. Grau und Clown ist ein Widerspruch in sich. Auch dass der sich an einem scheinbar völlig normalen Tag an einem Teich aufhält, ist seltsam. Oder triffst du oft außerhalb der Karnevalszeit auf verkleidete Menschen?
Daher fände ich es höchst seltsam, wenn dieser Ausdruck rein zufällig gewählt worden wäre und reine Beobachtung dessen wäre, was sich real an diesem Teich abgespielt hat.
lg kiki |
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Gast
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Verfasst am: 31. Jan 2005 14:44 Titel: |
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| kikira hat Folgendes geschrieben: | Noch dazu, wenn dies alles nur eine direkte Beschreibung dessen wäre, was er sieht, ohne eine persönliche Wertung hinein zu bringen, dann muss ich mich fragen, wieso er bei dem Anblick eines grau gekleideten Menschen auf die Idee kommt, es könnte sich um einen Clown handeln. Und wieso zieht der sich auf freier Flur Stiefel an? Clowns sind bunt gekleidet, geschminkt, haben eine bunte Perücke auf und meist Quadratlatschen an. Grau und Clown ist ein Widerspruch in sich. Auch dass der sich an einem scheinbar völlig normalen Tag an einem Teich aufhält, ist seltsam. Oder triffst du oft außerhalb der Karnevalszeit auf verkleidete Menschen?
Daher fände ich es höchst seltsam, wenn dieser Ausdruck rein zufällig gewählt worden wäre und reine Beobachtung dessen wäre, was sich real an diesem Teich abgespielt hat. |
Das Clowns bunt sind, Quadratlatschen haben und mit Spritzblumen durch die Gegend laufen, ist aber natürlich auch nur ein Klischee.
Dieser Clown ist weiss, dieser grau-weiss und dieser ist grau. Wieso sollte ein Clown nicht grau tragen, wenn es beispielsweise Teil seiner Vorführung ist? Es gibt auch noch verschiedene Arten von Clowntypen. Harlekin, Dummer August, Narr, Kasper, Pierrot und Weißclown würde man alle mehr oder weniger als Clown bezeichnen. Der Pierrot trägt beispielsweise meistens ein weisses Gewand, aber deswegen ist er trotzdem ein Clown.
Hmm, und ansonsten sagt man sich, dass nachts alle Katzen schwarz seien. Sind dann in der Dämmerung nicht auch alle Clowns grau? ;-)
Dirk |
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kikira Gast
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Verfasst am: 01. Feb 2005 01:54 Titel: |
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Sag mir mal, was einer als Clown verkleidet an einem See tut, zu einer Jahreszeit, in der nicht Karneval ist? Zumindest nehm ich das stark an, denn sonst wären ja gerade die Kinder verkleidet, oder nicht?
Zumindest mutet es schon sehr sonderbar an, dass unter ganz normalen Menschen plötzlich einer ist, der verkleidet ist.
Wie auch immer...es ist müßig, darüber zu diskutieren, weil das eben Interpretationssache ist. Für mich ist der graue Clown ein Synonym und ich denke, dass Lichtenstein sich dabei etwas ganz Bestimmtes gedacht hat. Mich erinnert es an einen Soldaten und basta! hihi
Und es ist ja auch logisch, dass sich eher ein Soldat an dem Teich befunden hat, als ein Clown. Schließlich gab es damals noch die Monarchie und viele Berufssoldaten. Damals rannten scharenweise Soldaten herum, die ständig Uniform trugen. Es wäre seltsam, wenn sich unter all den Leuten am See KEIN Soldat befunden hätte.
Ich glaub auch, dass jener blonde Dichter jemand sein muss, den Lichtenstein kannte, denn woher sollte er sonst dessen Beruf kennen?
lg kiki |
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Gast
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Verfasst am: 01. Feb 2005 08:10 Titel: |
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Wer sagt denn überhaupt, dass der Erzähler seine Position nicht ändert? Lichtenstein sagt: "Absicht ist, die Unterschiede der Zeit und des Raumes zugunsten der Idee zu beseitigen. [...] In den zwölf Zeilen ist die Dämmerung am Teich, am Baum, am Feld, am Fenster, irgendwo ...". Der Erzähler kann sich an einem ungewöhnlichen Ort aufhalten.
Befindet sich der Clown also überhaupt an einem Teich? Wie groß soll dieser Teich sein? Ist er vielleicht nur so groß wie eine Badewanne und Teil eines Vorgartens? Du setzt Teich anscheinend mit den Ausmaßen eines Sees gleich, aber über die Größe des Teiches wird gar nichts gesagt.
Aber gut, der graue Clown muss ganz offensichtlich ein Soldat sein, daran scheint es ja nichts zu rütteln zu geben. |
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kikira Gast
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Verfasst am: 01. Feb 2005 11:16 Titel: |
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| Anonymous hat Folgendes geschrieben: | | Aber gut, der graue Clown muss ganz offensichtlich ein Soldat sein, daran scheint es ja nichts zu rütteln zu geben. |
Wenn er es für dich nicht ist, so ist das doch völlig in Ordnung. Ich will dich nicht dazu überreden, was DU in ihm sehen sollst, sondern nur darlegen, was ICH darin sehe und warum ich das tue.
lg kiki |
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Gast
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Verfasst am: 01. Feb 2005 11:37 Titel: |
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Okay, wie du meinst. |
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abraxas Ehrenmoderator

Anmeldungsdatum: 19.07.2004 Beiträge: 870
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Verfasst am: 02. Feb 2005 09:12 Titel: |
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wie gesagt. das ist alles interpretationssache und ich finde, genau hierin liegt der reiz des gedichts.
liechtenstein beschreibt hier ein bild. vielleicht sieht er es vor seinem geistigen auge, vielleicht aber auch in wirklichkeit und wahrscheinlich ist es eine mischung aus beidem.
er verbietet bestimmt in keiner passage seiner selbstkritik, dem leser seiner werke, kritisch mit ihnen umzugehen (kritisch im kantschen sinne - also auseinandersetzung).
gerade die simple beschreibung eines bildes lässt am meisten interpretationsraum zu und gibt dem leser die freiheit das bild so oder so zu sehen.
da wir hier aber in einem nachhilfe forum sind - das sollten wir nicht vergessen - sollten wir vor allem dinge schreiben, die vielleicht jemandem helfen könnten.
insgesamt - das muss ich leider sagen - hat die diskussion nicht wirklich jemandem weitergeholfen.
es lässt sich abschließend sagen, dass dieses gedicht wohl wirklich schwierig zu interpretieren wäre, käme es in einer klassenarbeit dran, da der schüler wirklich nicht die möglichkeit hat, es eindeutig auf etwas zu beziehen. bevor man aber in einer interpretation nur hinschreibt, dass der autor eigentlich nichts damit gemeint hat, sollte man lieber seine eigenen assotiationen - schlüssig belegt - schreiben...
liebe grüße an unsere gäste
(ps.: warum registriert ihr euch eigentlich nicht? ihr hättet dann die möglichkeit zu sehen, ob und welche beiträge seit eurem letzten besuch hier verfasst wurden. ausserdem könntet ihr pn's schreiben oder welche empfangen und wärt so in der lage jemandem vielleicht bei einer speziefischen frage zu helfen - nur so ein vorschlag ) _________________ Stell Dir vor es geht und keiner kriegts hin. |
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Gast
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Verfasst am: 02. Feb 2005 11:14 Titel: |
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| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | er verbietet bestimmt in keiner passage seiner selbstkritik, dem leser seiner werke, kritisch mit ihnen umzugehen (kritisch im kantschen sinne - also auseinandersetzung). |
Weil er das zum einen nicht kann und es ihn auch nicht stören würde, wenn sich jemand mit dem Gedicht noch tiefer auseinandersetzen möchte und weil es zum anderen eigentlich selbstverständlich ist, dass man nur das zu verstehen versucht, was der andere auch wirklich sagt. Oder muss ich hiermit nochmal ausdrücklich unterstreichen, dass mein vorheriger Satz ernst gemeint ist und keine symbolischen Interpretationsebenen beinhaltet? Nein, also warum sollte Lichtenstein das müssen?
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | gerade die simple beschreibung eines bildes lässt am meisten interpretationsraum zu und gibt dem leser die freiheit das bild so oder so zu sehen. |
Sie stiftet eher Unruhe, weil es viele nur schwerlich wahrhaben wollen, das nicht jedes Gedicht verborgene Botschaften und finale Weisheiten enthält.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | insgesamt - das muss ich leider sagen - hat die diskussion nicht wirklich jemandem weitergeholfen. |
Doch, hat sie.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | | es lässt sich abschließend sagen, dass dieses gedicht wohl wirklich schwierig zu interpretieren wäre, käme es in einer klassenarbeit dran, da der schüler wirklich nicht die möglichkeit hat, es eindeutig auf etwas zu beziehen. bevor man aber in einer interpretation nur hinschreibt, dass der autor eigentlich nichts damit gemeint hat, sollte man lieber seine eigenen assotiationen - schlüssig belegt - schreiben... |
Gehen wir mal davon aus, dass sowas nicht als Klausur drankommt. Der Simultan-, Zeilen-, Reihen- oder Reihungsstil ist typisch expressionistisch, aber das war's auch fast. Keine Stadt, kein Krieg, nichts von dem, was man im Unterricht über den Expressionismus gelernt hat.
| abraxas hat Folgendes geschrieben: | (ps.: warum registriert ihr euch eigentlich nicht? ihr hättet dann die möglichkeit zu sehen, ob und welche beiträge seit eurem letzten besuch hier verfasst wurden. ausserdem könntet ihr pn's schreiben oder welche empfangen und wärt so in der lage jemandem vielleicht bei einer speziefischen frage zu helfen - nur so ein vorschlag ) |
Die Information zählt, der Rest ist Beiwerk. |
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toni Gast
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Verfasst am: 09. Jan 2006 23:35 Titel: liechtenstein - kurze anmerkung |
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das ganze gedicht ist ausdruck eines absoluten nicht-vorhandenseins. der clown ist selbstverständlich in der dämmerung grau, in ihr ist schließlich alles grau. genau so selbstverständlich spielt der junge mit dem teich. es wäre nicht erwähnenswert und keine persönliche expression liechtensteins, wenn er es nicht so gefühlt hätte. das ist grade das typische für liechtenstein und für den expressionismus, obwohl er ja hier beinahe in den surrealismus abdriftet. dass liechtenstein versucht hat, alles gesehen zu abstrahieren und auf den kern, auf die quintessenz könnte man sagen zu reduzieren, damit die wahrheit dadurch ans licht kommt. dass der himmel nicht abgeschminkt ist, ist klar, aber für liechtenstein war er in dem moment nichts anderes, auch dass ein kinderwagen nicht schreien kann, wenn man jedoch nur den wagen sieht und das geschrei hört, ist es das logischste der welt....
das nur dazu, habe nämlich in den letzten paar monaten meine semesterarbeit über ihn geschrieben und finde es immer wieder interessant, wie vielfältig die interpretationen seiner gedichte verlaufen (mit krieg hat dieses nun ausgerechnet nichts zu tun, zumindest laut dem verfasser himself, monsieur liechtenstein)
viele grüße, ich werde die diskussion verfolgen, wenn noch was zustande kommt
toni aus berlin |
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Gast
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Verfasst am: 09. Jan 2006 23:38 Titel: |
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das ist mir ja jetzt echt unangenehm, dass ich jedesmal liechtenstein mit "ie" geschrieben habe, man möge mir das verzeihen, es ist ziemlich spät.... |
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