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Kommunikationsmodelle auf Texte anwenden...
 
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JuicyLicious



Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 10. Sep 2006 21:09    Titel: Kommunikationsmodelle auf Texte anwenden... Antworten mit Zitat

Hey Leute,

wir behandeln zur Zeit drei Kommunikationsmodelle: Organon-Modell von Bühler, das 4-Seiten-Modell von Thun und das von Watzlawick...
Unsere Aufgabe besteht darin, diese Modelle auf einen Text zu übertragen. Ich habe aber keinen blassen Schimmer, wie ich da vorgehen muss... Scheint mir recht kompliziert zu sein!
Brauche unbedingt Hilfe und bitte um schnellen Rat! Hilfe Hilfe Hilfe

LG, Juicy

P.s: Wir haben bereits "Brüdermord im Altwasser", "Streuselschnecke" und "Risiko für Weihnachtsmänner" gelesen...
Zauberwürfel
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 05.08.2004
Beiträge: 754
Wohnort: Osnabrück

BeitragVerfasst am: 11. Sep 2006 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Versuch doch einfach mal, die Modelle hier schriftlich zu beschreiben und was sie der Autorenmeinung nach an einem Text kennzeichnet.
_________________
WICHTIG!
1.Wir erledigen hier keine Hausaufgaben!
2.Erwartet nicht innerhalb weniger Minuten/ Stunden eine perfekte Lösung!

Und denkt dran:
http://www.mysmilie.de/smilies/schilder/4/img/022.gif Augenzwinkern
JuicyLicious



Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 12. Sep 2006 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also, ich hab mich gestern intensiv nochmal den Modellen gewidmet.
Mit dem Organon-Modell von Bühler und dem Modell des Schulz von Thun komm ich mittlerweile ganz gut klar. Doch das Modell des Watzlawick ist mir einfach total unklar.
Ich fasse das Modell mal mit meinen Worten zusammen:

- Man kann nicht nicht kommunizieren. Auch Schweigen und Nichthandeln haben Mitteilungscharakter.
- Jede Kommunikation hat einen Inhaltsaspekt und einen Beziehungsaspekt.
- Interpunktion
- digitale und analoge Kommunikation
- Meta- Kommunikation
- Kommunikationsstörungen

Sind das diese Axiome? Wenn ich jetzt einen Text vorliegen habe, wie wende ich dann dieses Modell an? Ich meine damit, wie soll ich genau beginnen? Erst interpretieren...? und dann?
Bitte, helft mir doch! :/
Ist ehrlich wichtig... Meine Lehrerin ist derzeit krank und Montag schreibe ich die Klausur bereits....

LG
Zauberwürfel
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 05.08.2004
Beiträge: 754
Wohnort: Osnabrück

BeitragVerfasst am: 12. Sep 2006 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn du die Asüekte des Modells auf den Text anwendest bzw. den Text auf die gegebenen Aspekte hin untersuchst und klärst, dann folgt ja automatisch eine Interpretation daraus, oder nicht?
_________________
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JuicyLicious



Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17. Sep 2006 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, dann weiß ich ja jetzt in etwa wie ich bei einer Analyse + Kommunikationsmodelle vorgehen muss.
Nur eine letzte Frage, kann mir jemand das 3. Axiom von Watzlawick nochmal kurz und klar erklären? Was ist denn jetzt Interpunktion? unglücklich

BITTE UM SCHNELLE HILFE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lindenblatt



Anmeldungsdatum: 30.10.2005
Beiträge: 160
Wohnort: Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 17. Sep 2006 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hier findest Du Hilfen zur Kommunikations-Theorie:

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/default.shtml


Und hier alles zu den Kommunikatons-Axiomen von Watzlawick:

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/KommSeminar.shtml#Die Kommunikationsregeln Watzla

Zum 3. Axion:

Jeder Mensch interpretiert in der Tendenz Kommunikationsabläufe im Prinzip anders; sie sind nicht normierbar; meistens auch nicht mehr erklärbar, wenn was „schief“ gelaufen ist... Jeder interpunktiert Abläufe, besonders problematische, die zum Zank entarten, unterschiedlich, individuell, nach Vorerfahrungen, nach Übertragungen, nach Ritualen, nach Verdrängungen, nach Belieben, nach Willkür, nach unbekannten Intuitonen.

Deshalb sagt man: Menschliche Kommunikation ist nicht in objektiv erklärebare Kausalketten auflösbar. Niemand kann genau angeben, wer beispielsweise bei einem Streit wirklich "angefangen" hat mit den Störungen oder Missverständnissen. Anfänge von weiteren Anläufen werden nur subjektiv gesetzt, als sogenannte "Interpunktionen", übe die Verständigung schwer, häufig unmöglich ist.

Die Ereignisketten sind geprägt duch viele individuelle Erklärungen; deshalb ist Liebe die einzige Möglichkeit einer problemfreieren Kommunikation; sonst gibt es häufig nur Unverständnis, Vorwürfe Rückzug - im schlimmsten Fall nur Entsetzen, Schweigen oder Terror.
Früher wurde generell Frauen oder Mädchen nahegelegt (oder sie waren gezwungen): nachzugeben, einfach freundlich und mitleidvoll zu sagen: "Ist nicht so schlimm. - Ist vorbei! - Ich nehm's dir nicht übel". - Diese Selbstverständlichkeiten sind so als rollenmäßige, soziale Pflicht der Aggressionsvermeidung und Friedlichkeit heute nicht mehr gegeben; auch Frauen oder Kinder (gegenüber Lehrern) oder soz. Unterprivilegierte haben ein Recht darauf, ernst genommen zu werden.

_________________
Stultum deridet stultus nihil callidi cogitans.


Zuletzt bearbeitet von Lindenblatt am 18. Sep 2006 08:02, insgesamt einmal bearbeitet
JuicyLicious



Anmeldungsdatum: 10.09.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 17. Sep 2006 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen lieben Dank, liebes Lindenblatt!!!! Tanzen Thumbs up!
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