batista
Anmeldungsdatum: 03.07.2005 Beiträge: 5 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 05. Jul 2005 17:06 Titel: |
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Deutsch Zusatzleistung
Vor einigen Monaten bekam ich einen Brief von Iris Sellin, der berühmten Pianistin. In ihm waren zwei Einladungen für eines ihrer Konzerte in Montreal, ich wusste nicht wie ich zu einer solchen Ehre gekommen bin. Dass mein Handeln solche Folgen haben würde, hätte ich damals nicht geahnt. In einem Begleitbrief bat sie mich wegen einer dringenden Angelegenheit um einen Termin am Tag nach dem Konzert. Ich bestätigte das gewünschte Treffen. Nach sechs Wochen fand das Konzert mit Iris Sellin statt. Am Tag nach diesem hervorragenden Konzert traf ich mich mit Iris Sellin, wie sie es wünschte in meinem Büro. Mein Gegenüber gefahl mir. Sie hatte eine lebhafte Stimme und einen Festen Blick ihrer Augen. Sie erzählte mir, dass sie auf beiden Augen eine Sehnerventzündung, ein Symptom ihrer Multiplen Sklerose habe, und fragte mich, ob ich ihr nicht helfen könne. Ich hatte diese Frage nicht erwartet und versuchte, mir meine Verunsicherung nicht anmerken zu lassen. Ich sagte ihr, dass auch ich ihr nicht helfen könne, da ich kein Arzt, sondern Forscher sei. Sie fragte mich, ob ich sie nicht klonen könne. Daraufhin erzählte ich ihr, dass ich bisher nur Mäuse und Kühe geklont habe. Ich habe oft gegrübelt, ob es jemanden gäbe, der stark genug wäre für seinen Klon. Und jetzt stand ein Mensch vor mir, der sich tatsächlich klonen lassen wollte. Ich hatte oft geträumt einer der Ersten zu sein, die es wagen einen Menschen zu klonen. Ich konnte einen erwachsenen Menschen noch einmal auferstehen lassen. Ich fragte Iris, ob sie sich nicht eine Leihmutter mieten wolle, aber sie verneinte diese Frage. Danach nahm ich ihr Angebot an. Am Vormittag des siebten Januar dirigierte ich eigenhändig das Telemikroskop mit den beiden Joysticks in die Ruheposition. Ich hatte die entkernte Eizelle mit dem reinen Iris- Programm bestückt. Diesen Kern hatte ich einer Hautzelle von Iris Sellin entnommen. Über eine haarfeine Glaskanüle hatte ich das Eiweiß eingeschleust, um die Lebensuhr mit dem Fisher’schen Verfahren anzuschalten. Nach diesem Verfahren schloss ich den Spross in einen Brutschrank ein, wo er in achtundvierzig Stunden zu einem kräftigen Achtzeller heranreifte. Zwei Tage nach dieser Entwicklung kam Iris erneut zu mir und ließ sich den Embryo einpflanzen. |
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