Felinator
Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 1
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Verfasst am: 06. Jun 2012 11:16 Titel: Erörterung |
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Eine Erörterung ist mehr als nur ein "Für und Wider". Im Deutschunterricht lernt ihr das Produkt jahrhundertelanger geistiger Evolution kennen. Jede Textform hat eine Funktion in der Gesellschaft und keinesfalls ist diese so sinnlos, wie ein Gegenüberstellen von Meinungen und letztliches Entscheiden.
'Eine „Erörterung“ ist ein rhetorischer Akt des Überzeugens. Schriftsteller beobachten die Zustände der Gesellschaft aus gelichteten Höhen und nehmen die erachteten Fehler als leitende Idee für ihr baldiges Werk auf. Mit provokanten Thesen entlocken sie den Menschen auf der Straße ihre Meinung, diskutieren feinfühlig, um ihre Gegenargumente weiter zu ertasten und notiere diese. Dass die Menschen falsch liegen würden, ahnte der Schriftsteller von vorneherein, er suchte nur nach Material, um die Realität der Menschen effektiv auszuhebeln und nun verkriecht er sich zurück in sein Büro. Nicht Propaganda werkelt er nun zusammen, die sich auf angebliche Vernunft beruft, sondern er überzeugt durch „Ausdifferenzierung“.'
Um ausdifferenzieren zu können, also schriftstellerischer Wahrheitsmensch zu werden, muss man eine Ahnung davon bekommen, wie das Fehldenken durch Begriffe passieren kann:
Allgemeine Begriffe, wie Liebe, Interesse, Wahrheit, usw. sind weite Felder. In diesem Spielraum kann der Mensch seinen Trieb zum Widerspruch ausleben und unbewusst wird er das auch tun. Es wird nötig den Spielraum durch eine Mehrzahl neuer Wortgruppen, anderer hergeholter Wörter oder im Notfall mit Neologismen zu verkleinern.
Übliche Suggestionen, versteckte Wertungen, Implikationen, Begriffe großen Spielraums, Begriffe mehrerer Bedeutungen im Sprachgebrauch der Volksmasse werden bei einer Erörterung enttarnt, aber auf eine geschickte Weise, auf Basis der Menschenkenntnisse.
Der Gedanke vom "Für und Wider" ist eine grobe Ahnung davon, wie man diese Menschenkenntnisse umsetzt:
Man zitiert typische Aussagen von Volksmenschen, gibt ihnen in einigen Teilen ihrer groben Gedanken recht, verdeutlicht aber vor allem, welche falschen Gedanken sich dadurch miteinschleichen.
Die Erörterung ist die Praxis der philosophischen Theorie vom dialektischen Erkenntnisweg. Wahrheit kann nach ihr nur über das geschickte Zusammenführen von Gedanken erlangt werden. Das Ergebnis der Erörterung soll also die verstummend-treffende Wahrheit sein.
Quelle: Überlegungen eines gewissen Felix Brümmer in Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Parchim, Sternberg |
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The Peppermints Gast
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Verfasst am: 04. März 2013 16:40 Titel: Der thomas weiß es. |
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| Thomas hat Folgendes geschrieben: | Bei einer Erörterung schaust du dir ein Problem an, diskutierst das Für und wieder, und entscheidest dich am Schluss, ob eins überwiegt, oder man einen Kompromiss schließen muss.
So ungefähr
Gruß,
Thomas |
ja genau so.  |
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