RegistrierenRegistrieren   LoginLogin   FAQFAQ    SuchenSuchen   
Inhaltsangabe verbessern
 
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Neue & Alte Rechtschreibung
Autor Nachricht
Andreas
Gast





BeitragVerfasst am: 04. März 2006 19:52    Titel: Inhaltsangabe verbessern Antworten mit Zitat

Wer kann mir diese Inhaltsangabe nochmals auf Fehler durchsehen bzw. darf ich in einer Inhaltsangabe "direkte Rede" also Sprich: "du dummer Bub" usw. verwenden. Hilfe
Bitte helfen. Danke. Andreas

Arthur Schnitzler: Leutnant Gustl


Kurzbiographie:
Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 als erster von vier Kindern eines jüdischen Arztes und dessen wohlhabender Frau in Wien geboren. Nach dem Medizinstudium und der Promotion am 30. Mai 1885 arbeitete er bis 1893 als Assistenzarzt in verschiedenen Krankenhäusern in Wien. 15.5.1862 in Wien als Sohn eines an-gesehen Arztes geboren.
1890 Gründung des Literaturzirkels "Junges Wien" mit Hugo von Hofmannsthal.
Arthur Schnitzler erlag am 21 Oktober 1931 in Wien an einer Gehirnblutung.
Ein militärisches Ehrengericht aberkannte Arthur Schnitzler 1901 den Rang eines Oberarztes, weil er "als dem Offiziersstand angehörig die Ehre und das Ansehen der österreichisch-ungarischen Armee geschädigt und herabgesetzt" hat.

Sprachliche Gestaltung:
Arthur Schnitzler verwendet in dieser Erzählung zum ersten Mal den sogenannten „inneren Monolog“ geschrieben, die Gedanken und Gefühle werden sprachlich im Präsens und vor allem in Form eines „Ich-Erzählers“ wiedergegeben, womit er sehr gut die „menschliche Psyche“, auch von Siegmund Freud beeinflusst, darstellt.

Inhaltsangabe:
In einem Wiener Konzertsaal sitz gelangweilt der k. und k. Leutnant Gustl und überlegt, was er hier eigentlich soll. Sein Gedanken schweifen zwischen dem Geschen auf der Bühne, seiner Uhr und den umliegenden Logen ab. Bei dem Stück handelt es sich um ein Oratorium, welches er sich eigentlich nur halbfreiwillig anhört, da er die Karte nur angenommen hatte, weil die Schwester eines Kameraden mit-sang und er sich ablenken lassen wollte, da er am nächsten Tag ein Duell hat.
In den Logen beobachtet er die Leute, vor allem die Frauen, er denkt über seine Beziehung zu „seiner Steffi“ nach, welche ihm heute wegen eines „jüdischen Bekannten“ versetzt hat und gerät in Wut, so dass er auch während seiner Blicke in den Logen sich „bösartig“ gegen alle Juden äußert.
Nach der Aufführung eines Konzertes kommt es an der Garderobe zum üblichen Gedränge; dabei gerät Leutnant Gustl mit einem Bäckermeister aneinander, wobei Gustl den Bäckermeister beschimpft und dieser versucht ihn heimlich und still zu besänftigen, was aber durch seinen Ausdruck „Du dummer Bub“, daneben ging; vor allem deswegen, da dieser den Säbel des Kontrahenten festhält und droht, diesen zu zerbrechen. Ganz verwirrt stand Gustl vor dem Konzerthaus um die voran-gegangenen Ereignisse zu analysieren. Er erkennt plötzlich, dass er seinen Kongruenten eigentlich umbringen hätte müssen, da er sonst nicht mehr „satisfaktionsfähig“ wäre.

In seiner Ehre beleidigt worden beschließt er, sich umzubringen. Er begibt sich in den Prater und erkennt, dass es wirklich keinen anderen Ausweg als den Freitod gibt. Diese Tat sollte Tag um sieben Uhr stattfinden. Leutnant Gustl läuft durch Wien und überlegt, was er vorher noch zu erledigen hätte und was ihm eigentlich egal sein könnte. Eine andere Überlegung wäre noch nach Amerika auszuwandern, oder zu seinen Verwandten nach Graz zu fahren. Gustl schläft auf einer Parkbank ein und erwacht erst um vier Uhr Morgens. Bevor er nach Hause geht, wo er sein Revolver gegen sich zu richten beabsichtigt, kehrt er in seinem Kaffeehaus ein. Dort erfährt er durch den Ober, dass sein Beleidiger in der Nacht an einem Schlaganfall gestorben war. Er freut sich, dass er sich doch nicht umbringen muss.

Problematik:
Auf Grund von Oberflächlichkeit wird Leutnant Gustl dem Leser durch seine Oberflächlichkeit unsympathisch, da er die Schuld immer nur bei den anderen, nicht jedoch bei sich selbst sucht. Ein in seiner Ehre verletzter Offizier musste sich gemäß des Ehrenkodex des k. u. k. Offizierskorps duellieren, um seine Ehre wieder herzustellen. Doch Gustl konnte sich nicht mit dem Bäckermeister duellieren, da dieser seinen Säbel Offiziers hielt. Ein späteres Duell verbietet dieser Kodex und so war Gustl für alle Zeit gebrandmarkt. Wenn seine Vorgesetzten von diesem peinlichen Zwischenfall erfahren hätten, wäre aus dem Militärdienst entlassen worden, was aber nach eigener Aussage von Gustl die einzige Arbeit war, für die er nicht, "zu dumm" sei. Er steigert sich auch immer mehr in die Sache hinein und verstrickt sich in Widersprüchen. Arthur Schnitzler (welcher selbst Jude war) prangert in dieser Erzählung den starken Antisemitismus an, der zu jener Zeit unter Bürgermeister Karl Lueger (1844-1910) in Wien herrschte.
abraxas
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 19.07.2004
Beiträge: 870

BeitragVerfasst am: 07. März 2006 19:47    Titel: Re: Inhaltsangabe verbessern Antworten mit Zitat

Andreas hat Folgendes geschrieben:
Wer kann mir diese Inhaltsangabe nochmals auf Fehler durchsehen bzw. darf ich in einer Inhaltsangabe "direkte Rede" also Sprich: "du dummer Bub" usw. verwenden. Hilfe
Bitte helfen. Danke. Andreas

Arthur Schnitzler: Leutnant Gustl


Kurzbiographie:
Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 als erster von vier Kindern eines jüdischen Arztes und dessen wohlhabender Frau in Wien geboren. Nach dem Medizinstudium und der Promotion am 30. Mai 1885 arbeitete er bis 1893 als Assistenzarzt in verschiedenen Krankenhäusern in Wien. 15.5.1862 in Wien als Sohn eines an-gesehen Arztes geboren.
1890 Gründung des Literaturzirkels "Junges Wien" mit Hugo von Hofmannsthal.
Arthur Schnitzler erlag am 21 Oktober 1931 in Wien (ohne "an") einer Gehirnblutung.
Ein militärisches Ehrengericht aberkannte Arthur Schnitzler 1901 den Rang eines Oberarztes, weil er "als dem Offiziersstand angehörig die Ehre und das Ansehen der österreichisch-ungarischen Armee geschädigt und herabgesetzt" hat.

Sprachliche Gestaltung:
Arthur Schnitzler verwendet in dieser Erzählung zum ersten Mal den sogenannten „inneren Monolog“ geschrieben, die Gedanken und Gefühle werden sprachlich im Präsens und vor allem in Form eines „Ich-Erzählers“ wiedergegeben, womit er sehr gut die „menschliche Psyche“, auch von Siegmund Freud beeinflusst, darstellt.
(Hossa... Den Satz einfach nochmal komplett neu schreiben, da sind einige Ausdrucksfehler drin und den Freud schreibt man ohne "ie")

Inhaltsangabe:
In einem Wiener Konzertsaal sitzt gelangweilt der k. und k. Leutnant Gustl und überlegt, was er hier eigentlich soll(Ausdruck! Das hört sich so an, als ob's genau so im Text steht). Seine Gedanken schweifen zwischen dem Geschen auf der Bühne, seiner Uhr und den umliegenden Logen ab. Bei dem Stück handelt es sich um ein Oratorium, welches er sich eigentlich nur halbfreiwillig anhört, da er die Karte nur angenommen hatte, weil die Schwester eines Kameraden mit-sang und er sich ablenken lassen wollte, da er am nächsten Tag ein Duell hat.
In den Logen beobachtet er die Leute, vor allem die Frauen, er denkt über seine Beziehung zu „seiner Steffi“ nach, welche ihm heute wegen eines „jüdischen Bekannten“ versetzt hat und gerät in Wut, so dass er auch während seiner Blicke in den Logen sich „bösartig“ gegen alle Juden äußert.
Nach der Aufführung eines Konzertes kommt es an der Garderobe zum üblichen Gedränge; dabei gerät Leutnant Gustl mit einem Bäckermeister aneinander, wobei Gustl den Bäckermeister beschimpft und dieser versucht ihn heimlich und still zu besänftigen, was aber durch seinen Ausdruck „Du dummer Bub“, daneben ging; vor allem deswegen, da dieser den Säbel des Kontrahenten festhält und droht, diesen zu zerbrechen. Ganz verwirrt stand Gustl vor dem Konzerthaus um die voran-gegangenen Ereignisse zu analysieren. Er erkennt plötzlich, dass er seinen Kongruenten eigentlich umbringen hätte müssen, da er sonst nicht mehr „satisfaktionsfähig“ wäre.

In seiner Ehre beleidigt worden beschließt er, sich umzubringen. Er begibt sich in den Prater und erkennt, dass es wirklich keinen anderen Ausweg als den Freitod gibt. Diese Tat sollte Tag um sieben Uhr stattfinden. Leutnant Gustl läuft durch Wien und überlegt, was er vorher noch zu erledigen hätte und was ihm eigentlich egal sein könnte. Eine andere Überlegung wäre noch nach Amerika auszuwandern, oder zu seinen Verwandten nach Graz zu fahren. Gustl schläft auf einer Parkbank ein und erwacht erst um vier Uhr Morgens. Bevor er nach Hause geht, wo er sein Revolver gegen sich zu richten beabsichtigt, kehrt er in seinem Kaffeehaus ein. Dort erfährt er durch den Ober, dass sein Beleidiger in der Nacht an einem Schlaganfall gestorben war. Er freut sich, dass er sich doch nicht umbringen muss.

Problematik:
Auf Grund von Oberflächlichkeit wird Leutnant Gustl dem Leser durch seine Oberflächlichkeit unsympathisch, da er die Schuld immer nur bei den anderen, nicht jedoch bei sich selbst sucht. Ein in seiner Ehre verletzter Offizier musste sich gemäß des Ehrenkodex des k. u. k. Offizierskorps duellieren, um seine Ehre wieder herzustellen. Doch Gustl konnte sich nicht mit dem Bäckermeister duellieren, da dieser seinen Säbel Offiziers hielt. Ein späteres Duell verbietet dieser Kodex und so war Gustl für alle Zeit gebrandmarkt. Wenn seine Vorgesetzten von diesem peinlichen Zwischenfall erfahren hätten, wäre aus dem Militärdienst entlassen worden, was aber nach eigener Aussage von Gustl die einzige Arbeit war, für die er nicht, "zu dumm" sei. Er steigert sich auch immer mehr in die Sache hinein und verstrickt sich in Widersprüchen. Arthur Schnitzler (welcher selbst Jude war) prangert in dieser Erzählung den starken Antisemitismus an, der zu jener Zeit unter Bürgermeister Karl Lueger (1844-1910) in Wien herrschte.


Hmm, ich hab mir nur die erste Hälfte wirklich durchgelesen. Aber ich rate Dir, noch einen Versuch zu starten, denn die Inhaltsangabe liest sich wie eine Paraphrase (Nacherzählung) und das sollte eine Inhaltsangabe nicht machen.

Ich finde es schon seltsam, dass Du eine komplette Kurzbiographie des guten Manns gleich in die Einleitung mitnimmst... das muss eigentlich nicht sein, es sei denn, euer Lehrer will das so.

Und dann gehst Du einfach viel zu sehr ins Detail... Es ist nicht wichtig, dass der Protagonist zwischen dem Theater, seiner Uhr und noch etwas anderem hin und her guckt, sondern es würde genügen, dass er einfach abgelenkt ist, da er an etwas anderes denkt.

Ausserdem musst Du aufpassen, immer den Präsens zu benutzen; das hast Du nicht überall eingehalten.

Es ist unter Umständen möglich, in einer Inhaltsangabe (auch direkte Rede) zu zitieren...

Grüße, abraxas

_________________
Stell Dir vor es geht und keiner kriegts hin.
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Neue & Alte Rechtschreibung

Verwandte Themen - die Neuesten
 Themen   Antworten   Autor   Aufrufe   Letzter Beitrag 
Keine neuen Beiträge Inhaltsangabe überprüfen 0 Gast 630 24. Jun 2020 15:54
S.N-P Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Sprachniveau in Deutsch verbessern 0 Filu981 1119 18. Sep 2019 20:14
Filu981 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Fehlerhafte Sätze verbessern - Einstellungstest 1 Gast 2344 28. Dez 2017 21:58
Steffen Bühler Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Sachtextanalyse verbessern 0 jani05072001 2602 01. Okt 2017 11:02
jani05072001 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Die Lieb ist Leben und Tod - Inhaltsangabe 2 Gast 4770 06. Aug 2017 08:04
oberhaenslir Letzten Beitrag anzeigen
 

Verwandte Themen - die Größten
 Themen   Antworten   Autor   Aufrufe   Letzter Beitrag 
Keine neuen Beiträge Jugend ohne Gott (Ödön von Horvath) 103 Bebbi 290024 07. Apr 2011 20:12
Benner Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Mittagspause von Wolf Wondratschek 79 Gast 244858 03. Okt 2012 17:50
Gast1234 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Inhaltsangabe Kurzgeschichte"Nachts schlafen die Ratten 38 Julayda 130845 13. Nov 2012 15:21
Ist Dch EGal Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Inhaltsangabe 34 Muli 14046 17. Jan 2011 15:58
[email protected] Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Frau Jenny Treibel Inhalt 30 Hilfe Suchender 82648 10. März 2015 08:19
oberhaenslir Letzten Beitrag anzeigen
 

Verwandte Themen - die Beliebtesten
 Themen   Antworten   Autor   Aufrufe   Letzter Beitrag 
Keine neuen Beiträge Jugend ohne Gott (Ödön von Horvath) 103 Bebbi 290024 07. Apr 2011 20:12
Benner Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Mittagspause von Wolf Wondratschek 79 Gast 244858 03. Okt 2012 17:50
Gast1234 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Inhaltsangabe Kurzgeschichte"Nachts schlafen die Ratten 38 Julayda 130845 13. Nov 2012 15:21
Ist Dch EGal Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge der richter und sein henker charakterisierung von bärlach 25 crazy-girl 123207 25. März 2011 20:03
Xabotis Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge bertolt brecht die unwürdige greisin 19 CJ 95965 14. Sep 2010 14:38
Sunii 123 Letzten Beitrag anzeigen