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Textanalyse zu Todesstrafe in China
 
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Ann
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Dez 2005 17:15    Titel: Textanalyse zu Todesstrafe in China Antworten mit Zitat

Hallo Leute,
ich schreib bald eine Deutschklausur (11. Klasse) und wollte jetzt nochmal ein bisschen üben - bringt mir aber leider herzlich wenig, wenn ich nich weiß ob's so stimmt. Deswegen, bittebitte, könnte das vielleicht einer durchgucken und kontrollieren?!?
Ich wär euch echt dankbar!
Ann

ALso es geht um die Analyse von einem pragmatischen Text.

hier is erstmal der Text, darunter meine Analyse dazu:

Pressemitteilung

Tödliches Neues Jahr

Berlin, 9. Februar 2005 - Wie überall auf der Welt, wünschen sich auch in China die Menschen zum Neuen Jahr Gutes. Die chinesischen Behörden wünschen vielen ihrer Bürger den Tod. Im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfests, das in diesem Jahr auf den 9. Februar fällt, hat amnesty international (ai) einen deutlichen Anstieg der Hinrichtungen verzeichnet. Unvollständigen Statistiken zufolge sind allein in den letzten zwei Wochen 200 Menschen in China hingerichtet worden. In Berichten werden die Hinrichtungen damit begründet, dass sie "den sozialen Frieden schützen" und der Bevölkerung ein "sicheres und fröhliches Neujahrsfest" garantierten. amnesty international fordert die EU auf, bei der Entscheidung über die Aufhebung des Waffenembargos gegen China die katastrophale Menschenrechtslage zu beachten. An die chinesische Regierung richtet ai die Aufforderung, den Vollzug der Todesstrafe sofort auszusetzen.
"Solche Zahlen strafen die chinesische Regierung Lügen", sagte Dirk Pleiter, China-Experte von ai. "Die Regierung behauptet, sie würde die Todesstrafe zurückhaltend anwenden. Das Gegenteil ist der Fall." Der Anwendungsbereich der Todesstrafe ist in den letzten Jahren noch ausgeweitet worden. Allein im Dezember und Januar sind nach örtlichen Medienberichten mindestens 650 Menschen hingerichtet worden. Nach ai-Informationen sind im gesamten Jahr 2003 in China mindestens 726 Menschen hingerichtet worden; allerdings vermuten Experten, dass die tatsächliche Zahl eher bei 10.000 Hinrichtungen liegt!
In China können Menschen sogar für nicht-gewalttätige Delikte wie Steuervergehen hingerichtet werden. "Außerdem ist bei dem beklagenswerten Zustand der chinesischen Justiz ernsthaft zu befürchten, dass auch viele völlig unschuldige Menschen hingerichtet werden", sagte Pleiter. Chinas Behörden setzen bei den Hinrichtungen auf "Effizienz". Gerichte wie das in der ostchinesischen Stadt Qingdao schaffen es, in weniger als vier Wochen einen Prozess durchzuführen und den Angeklagten hinzurichten - einschließlich einer abgelehnten Berufung. Dabei sind Folter, erpresste Geständnisse, fehlerhafte Schuldsprüche sowie unfaire und manipulierte Gerichtsverfahren an der Tagesordnung.




Analyse zum Text „Tödliches Neues Jahr“:

Der Text „Tödliches Neues Jahr“ von amnesty international handelt von der Todesstrafe in China und wurde am 09.02.2005 in Berlin veröffentlicht. Der Anlass war vermutlich die Absicht der EU das Waffenembargo gegen China aufzuheben. Ob die Pressemitteilung in einer Zeitschrift, im Fernsehen oder auf andere Art und Weise veröffentlich wurde, ist unklar. Sie richtet sich jedoch an die Allgemeinheit.

Der Autor verfolgt die Absicht, die Leser bzw. Zuhörer über die Art und Häufigkeit der Todesstrafe in China aufzuklären, daher handelt es sich um einen informativen Text. Es gibt nämlich keine Argumente, Appelle oder persönliche Meinungen eingebracht, sondern lediglich Fakten zu den Hinrichtungen durch die „chinesischen Behörden“.
Das Thema wird bereits in der Überschrift „Tödliches Neues Jahr“ angedeutet, aber dabei wird nicht klar, dass es sich auf die zahlreichen Hinrichtungen in China bezieht, speziell auf die steigende Anzahl der Hinrichtungen vor dem „chinesischen Neujahrsfest“, die damit begründet wird „ein ‚sicheres und fröhliches Neujahrsfest’“ zu „garantieren“.
Mit dieser, durch Statistiken gefestigte, Angelegenheit beginnt der Text. Es folgt eine genauere Betrachtung der Häufigkeit der Hinrichtungen innerhalb der letzten Jahre, die sehr viel höher geschätzt wird, als die „örtlichen Medienberichte“ angeben. Abschließend wird über die Justiz, deren Handhabung sich durch ungerechte, „fehlerhafte“ und „manipulierte“ Verfahren auszeichnet, berichtet. Der Text ist auch äußerlich in diese 2 Abschnitte gegliedert.
Der Autor verwendet sehr häufig aus Statistiken und anderen Quellen hervorgehende Zahlen, die die ungefähre Anzahl der Todesstrafen angeben und Beispiele. Dadurch werden die Aussagen im Text unterstützt und erhöht die Überzeugenskraft der Pressemitteilung, da die Statistiken u. a. als Beweismittel dienen. Ebenso werden beispielsweise die chinesische Regierung und der Chinaexperte von amnesty international Dirk Pleiter zitiert, was die gleiche Wirkung hat. Im zweiten Absatz wird auf „solche Zahlen“ verwiesen. Der Bezug dazu wird erst einige Sätze später genannt, was sich einerseits verwirrend auswirkt, aber andererseits wird auch Interesse geweckt, welche Zahlen gemeint sind.
Es wird die Standardsprache gebraucht und Fremd- oder Fachwörter werden vermieden, um den Text einfach und für jedermann verständlich zu gestalten. Aus diesem Grund ist auch der Satzbau einfach und häufig parataktisch (vgl. 2. Absatz, Z. 1 ff).
Gleich am Anfang des findet sich eine Anapher des Wortes „wünschen“ um eine Verbindung zwischen den beiden betroffenen Sätzen herzustellen. Der Text enthält außerdem Wertungen, wie die Aussage „katastrophale Menschenrechtslage“. Hier wird ein alarmierender Ton angeschlagen, um die augenblickliche Situation eindeutig zu beschreiben. Im letzten Satz werden Methoden der Justiz aufgezählt, allerdings ohne einen konkreten Oberbegriff zu nennen. Diese Akkumulation dient der Verdeutlichung der korrupten Zustände in China.
Die Pressemitteilung erfüllt ihren Zweck, denn die Thematik ist kurz, sachlich und informierend dargestellt

Der Report steht im Zusammenhang mir der Debatte über das Waffenembargo gegen China und bietet einen leicht erfassbaren Überblick zu der menschenrechtlichen Lage im Land, die hilft der Diskussion über diese Angelegenheit innerhalb der EU zu folgen.

Wörter: 432
Ann
Gast





BeitragVerfasst am: 15. Dez 2005 16:26    Titel: Bitte Antworten mit Zitat

Bitte, Leute, das is echt wichtig!! Antwortet,biiiitte!!!
zu morgen
wär euch echt super dankbar!!!
Ann
Anne
Gast





BeitragVerfasst am: 18. Dez 2005 10:54    Titel: Gut!! Antworten mit Zitat

Ich würde behaupten, du hast es drauf.Schreibe auch morgen eine Klausur(12 Kl.)über sachtextanalyse. Das einzige was ein wenig fehlt, sind die sprachlichen Mittel ( Adjektive, Metaphern, Hyperbeln,etc.).Aber ansonsten kann deine Klausur kommen,denk ich! Augenzwinkern
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