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Analyse einer Satire
 
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Jessy
Gast





BeitragVerfasst am: 24. Sep 2005 12:31    Titel: Analyse einer Satire Antworten mit Zitat

Ihr müssr mir hefen.Wir schreiben am dienstag ne Deutscharbeit und müssen eine Satire analysieren.Unsere Lehrer schrieb fplgendes an die Tafel:Einleitung:Autor,Titel,textsorteThema und Entstehungszeit
Hauptteil:
Hypothese zur Intention:Was wird satirisch bloßgestellt,kritisiert,was will der Autor erreichen,bewusst mache,verändern?
mit welchen erzählerischen Mitteln arbeite der Autor z.B.Mittel der Übertreibung,Verzerrung,karikierende Charakterisierung,Entlarvung,Selbstentlarvung eines Fehlverhaltens
erzählhaltung:humorisch,polemisch,kommen Wortfeler,schlüsselbegriffe vor,die Rückschlüsse auf die Intention zulassen?
-Funkton der Überschrift,Wendepunkte im Text,Schlusspinze
-eigene Beurteilung/Bezug zur Gegenwart
Könnt ihr mit Tipps zum analysiern geben und mir erklären,was das heißt,was unser lehrer da geschrieben hat.Schreiben Di die Arbeit brauch aso dringend Hilfe.Schnell!!!!!!!!!1
abraxas
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 19.07.2004
Beiträge: 870

BeitragVerfasst am: 25. Sep 2005 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

erstmal:
Beruhige Dich!

In den drei Tagen wird dich niemand um zwei oder drei Noten heben können. Aber ich werd auf jeden Fall versuchen, Dir zu erklären, was euer Lehrer von euch will...

Ich hoffe, Du hast schon mal eine Interpretation geschrieben und weißt in groben Zügen bescheid. Hilfreich wäre hier noch, wenn Du uns sagen würdest, in welche Klasse und auf welche Schule Du gehst.

Die Einleitung ist ein wirklich wichtiger Bestandteil jeder Interpretation. Wie euer Lehrer das schon gesagt hat: Sowohl der Interpretationsgegenstand (also der Text) als auch der Autor desselben müssen benannt werden. Dazu kommt das Genre (Textgattung) und die Zeit, in der es verfasst wurde und alles das in EINEM SATZ! ("In der Satire soundso von demundem... usw")
Dabei wäre es schön, sich nicht nur an irgendwelche Schemata zu halten, sondern auch ein bisschen Kreativität zu beweisen. Also: In einen zweiten oder sogar noch im ersten Satz der Einleitung kommt am Besten noch ein Grund hin, WARUM du interpretieren willst. Schreibt der Autor über die gegenwärtige politische Lage, über irgendwelche anderweitigen Mißstände, nimmt er einfach so irgendwelche Leute aufs Korn?... ... ...
HALT! NEIN! sowas tut er nicht! Überleg Dir ganz genau, was der Autor mit dem Text sagen will und versuche, das auch zu Deinem InterpretationsGRUND zu machen! ... dann kriegst Du sicher Extrapunkte für die Einleitung!
Achso: Ehe ich vergesse: Die Einleitung schreibt man am Schluss.. fang mit dem Hautpteil an, mach dann vielleicht den Schluss oder von mir aus auch die Einleitung... zwar liest der Leser die Einleitung zuerst, aber Du schreibst sie erst, wenn Du GANZ GENAU weißt, was genau Du schreibst!...

Der Hauptteil fängt normalerweise mit einer kleinen Inhaltswiedergabe an. ZWEI oder DREI SÄTZE! Nicht mehr! Eine Satire ist oft gespickt mit Metaphern und Vergleichen... Du musst herausfinden, wer verglichen wird!
Und wieder: warum hat der Autor das geschrieben? Jetzt legst anhand von TEXTBEISPIELEN (MIT ZEILENANGABE!) GRÜNDE für deine Vermutung vor!
Diese Gründe sind nicht bloß Textpassagen, sondern auch deine Deutung dazu und die erfolgt dann wiederum anhand seiner Stilmittel:
Übertreibung (Ironie) ist das A und O in der Satire. Alle Arten von Verzerrender Darstellung oder Karikatur geschehen mittels Übertreibung und Heraushebung von eher unwichtigen Sachen (Michael Schumachers Kinn und Nase zum Beispiel...) WO übertreibt der Autor und WARUM? Was will er damit deutlich machen?---

wenn Du damit fertig bist, dann kannst Du noch nen Schlussteil schreiben und sagen, ob Du damit einverstanden bist, dass der Autor das alles auf die Schippe genommen hat oder nicht. findest Du es gerechtfertigt, dass er so übertrieben hat?...

Und dann kannst Du abgeben Augenzwinkern ...

Wenn Du noch Fragen hast, dann frag uns...
ansonsten, viel Glück!

_________________
Stell Dir vor es geht und keiner kriegts hin.
Dani95
Gast





BeitragVerfasst am: 22. März 2011 17:10    Titel: Satiren Antworten mit Zitat

Hallo Leute...
ich schreibe morgen eine Deutscharbeit zum Thema Satiren.

Wir müssen eine inhaltsangabe und eine analyse machen.

Was für ,,Mittel'' kann eine Satire haben ?
Was muss man bei Satiren beachten ?
Woher weiß ich warum es eine Satire ist ?

Bitte um schnelle Antwort

Mfg Daniel 10kl (Realschule)
Xabotis



Anmeldungsdatum: 29.12.2010
Beiträge: 848

BeitragVerfasst am: 22. März 2011 17:59    Titel: Re: Satiren Antworten mit Zitat

Wir bitten um konkrete Fragen, bei denen wir helfen sollen, nicht um eine Aufforderung, eine Literaturgattung zu beschreiben, die jede wikipedia-Recherche hervorbringt.

Wink

_________________
There is nothing, neither good nor evil, but human thinking makes it so. (W. Shakespeare)
Gast11022013
Gast





BeitragVerfasst am: 22. März 2011 18:06    Titel: Re: Satiren Antworten mit Zitat

Xabotis: Das sind doch konkrete Fragen, finde ich. Unkonkret wäre gewesen: "Was ist eine Satire?" Hier wird doch aber konkret nach Stilmitteln und Erkennungsmerkmalen einer Satire gefragt.

Hallo, Dani95!

Dani95 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Leute...

Was für ,,Mittel'' kann eine Satire haben ?
Was muss man bei Satiren beachten ?
Woher weiß ich warum es eine Satire ist ?



Zunächst vermute ich, dass Du mit "Mittel" die Stilmittel meinst? Du möchtest also wissen, welcher Stilmittel sich eine Satire bedienen kann?
Nun, eine Satire ist ja, etwas kurz gesagt, eine Kritik an zum Beispiel gesellschaftlichen oder politischen Entscheidungen; diese Kritik wird aber nicht einfach sachlich formuliert, sondern eben in bestimmten Formen dargestellt: beispielsweise Ironie oder Übertreibung. Was nicht automatisch heißen muss, dass eine Satire völlig unsachlich sein muss.
Und daran erkennst Du auch schon unmittelbar, welche Stilmittel notwendig sind und wie diese sich gegenseitig unterstützen oder abmildern können, je nach Intention der Satire:

Am häufigsten werden Widersprüche, Ironie, Übertreibung, Verzerrung, Bloßstellung, Vergleiche, Gegenüberstellungen, Metaphern, Verkürzungen, Vertauschungen verwendet. Denkbar sind aber auch etwa Steigerungen, Symbole und alle anderen Stilmittel, die nur irgendwie dazu beitragen können, die Aussage der Satire bzw. die Botschaft der Kritik zu übermitteln.

Bei einer Satire musst Du daher beachten, dass Du mit diesen Mitteln nicht geizt und nicht zögern, Dinge zu kritisieren. Du musst aber beachten, dass Du niemals zu direkt kritisierst, sondern es immer ein bisschen "nebenbei" und "versteckt" anklingen lässt: Der Leser muss selbst darauf stoßen, was Du eigentlich darstellst (und was das kritisieren soll). Wenn Du zu direkt bist, hast Du keinen Spielraum, um das Ganze ein bisschen zu verspotten und "auf den Arm zu nehmen". Du musst also immer auch ein bisschen Distanz wahren.

Du erkennst eine Satire daran, dass sie dem Leser etwas abfordert: Der Leser muss sich seinen Teil denken. Während des Lesens einer Satire muss in Dir der Eindruck entstehen: "Ohje, da wird aber jetzt ein bisschen übertrieben - aber irgendwie stimmt es doch ein bisschen, was da steht." Oder Du denkst: "So eine maßlose Frechheit, nichts davon ist wahr." Natürlich kannst Du auch gleichzeitig beides empfinden. Du erkennst eine Satire jedenfalls an der spöttischen Grundhaltung, an der schonungslosen, aber eleganten Form des Kritisierens und eben an den oben genannten Stilmitteln: Wenn diese vermehrt auftreten, kannst Du schon damit rechnen, dass der Verfasser jedenfalls etwas satirisch schreibt und sich nicht enthält. Eine Satire ist immer auch ein Spiegel der Meinung des Verfassers, mal mehr, mal weniger direkt. Im Idealfall wirkt eine Satire (trotz aller persönlichen Kritik) recht unpersönlich verfasst, damit meine ich, dass die Meinung, die hinter der Satire steht, für viele Menschen stehen könnte und nicht unbedingt nur dem Verfasser zugeordnet werden kann. Die Ich-Form wird daher meist vermieden, es wird oft der Eindruck erweckt, eine ganze Gruppe von Menschen könne für diese Satire stehen. Das hängt natürlich aber davon ab, was die Satire erreichen möchte und wie viele Menschen die kritisierten Verhältnisse betreffen. Politische Satiren beispielsweise wirken oft sehr kollektiv: "Der kleine Mann" empört sich zum Beispiel über Steuererhöhungen und viele Menschen können sich diesem Meinungsbild anschließen. Bei anderen Themen ist das wieder weniger der Fall.
Eine Satire ist jedoch in jedem Fall im wahrsten Sinne eine Stachelschrift, Du musst dabei etwas empfinden: Du kannst in Lachen verfallen oder in Wut oder in eine andere Emotion. Eine gute Satire bewegt etwas in Dir und daran erkennst Du sie auch, sie will und soll provokativ sein.




Viel Erfolg für die Klausur!
[Ein "Schema F" gibt es da nicht, es ist auch eine Sache von Text- und Sprachgefühl, aber meist ist es recht offensichtlich, dass es sich um eine satirische Schrift handelt. Viele Satiren sind auch recht formlos und halten sich an keine engen Konventionen. Gerade daran kann man sie auch oft erkennen.]
Dani95
Gast





BeitragVerfasst am: 24. März 2011 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank Dennis2010. DU hast mir sehr weitergeholfen.

Ich denke das ich eine gute Klaujsur abgeben konnte.
DIe satire die wir bekommen haben war : Nicht alles gefallen lassen.. von Gerhard Zwerenz.

Vielen Dank nochmal.
Gast11022013
Gast





BeitragVerfasst am: 25. März 2011 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich freue mich, wenn ich Dir helfen konnte!

Wink
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