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Abi Themen 2006 *grübel* - Seite 4
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David



Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beiträge: 51
Wohnort: Bad Iburg

BeitragVerfasst am: 12. Apr 2006 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

für alle die noch was zu dem Gedicht brauchen, mehr hab ich leider auch nicht:

http://img350.imageshack.us/img350/1885/hlftedeslebens27hj.jpg

g00d n8 @ 4ll

_________________
Es irrt der Mensch solang er strebt!
Isa
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Apr 2006 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Mathilde Möhring: poetischer oder bürgerlicher Realismus???? Bzw. ist das das gleiche???
David



Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beiträge: 51
Wohnort: Bad Iburg

BeitragVerfasst am: 12. Apr 2006 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Isa hat Folgendes geschrieben:
Mathilde Möhring: poetischer oder bürgerlicher Realismus???? Bzw. ist das das gleiche???


Bürgerlicher!
Die Frage des Ständedenkens stellt sich in diesem Roman nicht, weil das Klein- sowie das Großbürgertum dargestellt werden und nicht der Adel. Daher werden die Unterschiede nicht klar herausgestellt.

Da der Roman Mathildes Leben darstellt und sich nicht auf das Ständedenken bezieht, legt Fontane kein Gewicht auf die Ständeunterschiede.

Im Verlauf des Romans bekommt Thilde die Möglichkeit in gehobene Schichten einzutauchen. Hugo nimmt sie zur Frau, was bedeutet, dass er nicht auf Konventionen achtet; er ist zu träge, sich an diesen zu orientieren.

In der Ehe sind Hugo und Mathilde eher gleichwertig zu betrachten, wenn nicht sogar Thilde die Höhergestellte ist.

Thilde fällt im Großbürgertum nicht auf, da sie sich gut an die gegebenen Verhältnisse und Gesprächsthemen anpassen kann. Mathilde übt in Woldenstein keinen Beruf aus, was damals nur für adlige Frauen üblich war, als solche wird sie betrachtet. Thilde knüpft Verbindungen, bei welchen sie berechnend handelt. Es ist nichts Bemerkenswertes für sie, dass sie in Woldenstein auf Adlige trifft. Sie bleibt bei zwischenmenschlichen Beziehungen gefühlskalt.

Dadurch, dass Mathilde nach Hugos Tod einen Beruf ausübt, hebt sie sich von den Konventionen ab. Das Bild der Frau wird hier anders dargestellt

_________________
Es irrt der Mensch solang er strebt!
Isa
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Apr 2006 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt gut...aber sind denn nicht dennoch aspekte des poetischen realismus vorhanden: genaue Realitätsbeschreibung kombiniert mit einer subjektiven erzählhaltung??
Sebastian
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Apr 2006 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal ein großes Dankeschön für diese Hilfe (wie gut, dass es google gibt Wink )

Ich habe dennoch noch ein Problem, und zwar steige ich durch das Gedicht von Celan (Sprachgitter) nicht durch:
Ich brauche keine Interpretation, aber evt. kann mir jemand sagen, was Celan mit diesem Gedicht in Hinsicht auf den Thematischen Schwerpunkt 1 (Sprachskepsis) ausdrücken möchte Hilfe

Danke schon mal im Voraus von einem das Zentralabitur verfluchenden Schüler Buschmann
Isa
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Apr 2006 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

und noch eine herrliche Frage:

welche parallelen kann man zwischen dem kunstseidenen mädchen und irmgard keun ziehen???? haben dazu nix gemacht...verzweifel gerade mal wieder n bisschen traurig
Juja



Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 115

BeitragVerfasst am: 12. Apr 2006 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

hölderlin - hälfte des lebens:
1805=tod schillers, ende der klassik
"Schwäne" zur zeit 1800 gängige metapher für dichter
--> bild für den vollkommenen dichterischen zustand in vers 4-8
also in teil 1

hölderlins auffassung vom wesen der vollendung:
- aufhebung des gegensatzes subjekt <--> objekt
- zustand jenseits aller trennung, d.h. auch keine trennung von ich und welt (KLASSIK)

"hälfte des lebens"=ausdruck einer lebens-und zugleich dicherischen Krise
(dichterische krise als inspiration für ein gedicht. paradox? vgl. sprachskepsis)

antithetische grundstruktur:
strophe 1:
- bild sommerlicher erfüllung
- menschliche erfahrung von natur, "land"-"see" usw
-->facettenbeschreibung
- antithetische begriffspaare werden miteinander verbunden (Ausgewogenheit)
- drücken vollkommenheit der natur aus
- kontraste greifen ineinander, getrenntes findet zusammen
- vollkommenheit und harmonie
- dass die strophe nur ein einziger satz ist, verstärkt den eindruck der verbundenheit
- zustand der vollendung

strophe 2:
- bild winterlicher erstarrung
- kälte statt des lebendigen
- nur totes und starres, u.a. "kalt[e] mauern"
- "Schatten"-"sonnenschein": hier keine einheit sondern sonnenschein wird vom lyr. ich vermisst
- lyr. ich vor trennenden, "sprachlosen mauern"
- disharmonie zeigt sich in inhalt und form: 2 teile, verseinheiten nicht gleich sinneseinheiten, (rhet)frage geht ins leere
-->suche nach der verlorenen harmonie

keine ahnung ob überhaupt jemand danach gefragt hat, aber da ist es. ich finde beim hier rein schreiben lernt man das gleich voll gut ^^
Tanzen

Zitat:
Ich habe dennoch noch ein Problem, und zwar steige ich durch das Gedicht von Celan (Sprachgitter) nicht durch:
Ich brauche keine Interpretation, aber evt. kann mir jemand sagen, was Celan mit diesem Gedicht in Hinsicht auf den Thematischen Schwerpunkt 1 (Sprachskepsis) ausdrücken möchte

los david Big Laugh

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j
Gast





BeitragVerfasst am: 12. Apr 2006 23:26    Titel: Was wir zu Paul Celan aufgeschrieben haben! Antworten mit Zitat

Paul Celan – „Sprachgitter“ – 1959

•Hermetisches Gedicht – luft- und wasserdicht abgeschlossen, als Außenstehender ist es schwierig in dieses Gedicht einzudringen

•Sprachgitter  die Sprache ermöglicht keine Kommunikation mehr

a)letztes Wort = Schweigen  d.h. die Kommunikation ist unmöglich geworden (siehe auch „Das Wort“ von G.Benn, endet auch im Schweigen „leerer Raum“)
b)Auch gespiegelt in der Struktur  Verzicht auf jegliche Strophenordnung (keine Harmonie)

1.Strophe – Bildbereich Auge (Wimpern, die das Auge als Stäbe begrenzen)
2.Strophe – Bildbereich Auge (Lid), Bildbereich Wasser (Rudern)

 „Rudert nach oben“ – Das Auge öffnet sich, deswegen gibt es „den Blick frei“

Vergleich des Auges mit einem „Flimmertier“:
a) Lid = Flimmertier (Häarchen = Wimpern)
b) Fokussierung auf das Auge
(Mittelpunkt des Menschen)

 Mensch reduziert auf das Auge, Sprache verstellt Blick auf die Wirklichkeit, Mensch verliert so das, was ihn zum Menschen macht (Vernunft, Erkenntnis)
 Hinweis auf den Verlust der Menschlichkeit (!)

3.Strophe – Bildbereich Auge (Iris) und Wasser (Schwimmerin)
Die Iris ist traumlos, durch die Iris kann man nichts sehen, in ihr sieht man den Himmel
 Die Iris ist trüb.

4.Strophe: Anspielung (allusio) auf das Streben nach Erkenntnis
 Lichtmetaphorik „Lichtsinn“

Doch: Erkenntnis ist eingeschränkt  Eingeschränkt durch das Verb „erraten“,
die Augen als Spiegel der Seele man kann das Wesen des Menschen nur noch erraten, Faktor der Willkürlichkeit

Die Pupille ist aber undurchsichtig (blind)  Die Sicht des Menschen ist behindert (blakende Span)

 Übertragung des Bildbereichs Auge auf die Sprache:
Hinweis auf das mangelnde Vermögen, Wirklichkeit durch Sprache zu auszudrücken

5.Strophe: Sonderstellung (Beispiel durch Einklammerung): das lyrische Ich und Du (auf menschl. Beziehung wird eingegangen)

Das lyrische Ich und Du = Fremde geworden, trotz gemeinsamer Vergangenheit (Passat)

Grund für die Entfremdung im zwischenmenschlichen Bereich:
•bildlich gesprochen der Konjunktiv II  d.h. unaufhebbare Verschiedenheit
•siehe 2.Strophe – hier: Bestätigung des Verlustes der Menschlichkeit durch die Entfremdung

6.Strophe: Bildbereich – Fliesen (Plural)  Rückkehr zum Bildbereich des Gitters (Muster der Fliesen erinnert an ein Gitter)

Fliesen – Assoziation der Kälte und der Sterilität  im übertragenden Sinn Hinweis auf die Sprachlosigkeit

Fliese als Gittermotiv: Veranschaulichung der Isolation und Einsamkeit des Menschen

Bezug zur 4.Strophe: die Seele lässt sich nur noch erraten (Vereinsamung – Wir sind so einsam, wir erkennen die Seele des anderen nicht mehr)

Die beiden Wasser- oder Blutlachen (jüd. Autor, Auschwitz) verweisen auf die beiden getrennten Personen hin. Trotz räumlicher Nähe (dicht beieinander) seelische Ferne ( nicht eine einzige Lache, sondern zwei getrennte Lachen).

FAZIT: Sehr trostloses Gedicht, einziger Lichtblick/Hoffnungsschimmer der Lichtsinn des Menschen und das Adjektiv „herzgrau“.

Benn sieht im Gegensatz zu Celan noch die Möglichkeit einer kurzfristigen Erhellung der Zusammenhänge.

Gemeinsamkeit Benn/Celan: Bei beiden stellt sich am Ende das Schweigen, d.h. die Kommunikationslosigkeit ein.


Ich hoffe, das nützt Euch was, weil dieses Gedicht echt nicht so leicht zu durchschauen und die Interpretation dadurch etwas wirr wirkt Augenzwinkern
claudi
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

hallo. hat zufällig noch einer von euch etwas zu nietzsches text "über wahrheit und lüge im außermoralischen sinn"?
Isa
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hab leider nur was bis etwa seite 4 des Nietzsche Textes. Vllt kann dann ja jemand anderes ergänzen:

Nietzsche unetrsucht die stellung des menschen im system und stellt dabei fest, dass er nur eine zwischenerscheinung und kein höheres, besseres wesen ist. ->antireligiöse feststelllung, da nietzsche natur als beherrschendes wesen sieht. Kritik am Menschen, der sich dirch imperialistische beherrschung selbst zur krone der schöpfung macht.

intellekt ist dazu da, das dasein festzuhalten-> wurde dem menschen gegeben um sein leben zu ertragen. kann sich der mensch nich durchsetzen lügt und täuscht er-->ihm fehlen pranken, also nutzt er intellekt um sich profilieren zu können.

imm weiteren geht nietzsche auf die traum-lüge-wahrheit.beziehung ein. stellt die behauptung auf, dass der mensch sich im traum beügen ließe und es ihm egal sei was wahrheit ist, wenn in traum und leben dasselbe passiere. traum kann zur wahrheit werden. mensch ist nicht an der wahrheit interessiert, wenn er sich im traum wohlfühlt-> eigene glückseligkeit is relevanter

behandlung der sprachskepsis: gültige wahrheit wird fixiert, indem jedes ding einen festgelegten namen bekommt. nutzt man einen anderen->entstehung einer lüge. Mensch will nur die positive wahrheit. lüge ist nicht gleich negativ, sie wird es erst wenn die lüge negative folgen mit sich zieht. mensch spricht in metaphern-> sprache ist nicht gleich wirklichkeit.

bildung der begriffe, begriffe entstehen durch das gleichsetzten von nichtgleichem-> es gibt keine urform (bsp. blatt). konventionelle festlegung der begriffe durch die gesellschaft->keine adäquate Sprache

Begriff wahrheit wird als illusion definiert: sie wird aber von den menschen als wahrheit angenommen, weil diese vergessen haben, dass die wahrheit nur illusion ist. jeder mensch ist individuell, kann seine eigene wahrheit nur in sich selber finden.
Vicky
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 10:20    Titel: Gast Antworten mit Zitat

Hey!
Also zu Nietzsche hab ich folgendes:

Mensch betrachtet Illusionen als Wahrheit und da er vergessen hat das es nur Illusionen sind ist keine Erkenntnis für ihn möglich. Außerdem sagt er das die Menschen den Ursprung der "Dingwelt" nie fassen können. Die Wahrheit ist das rohe Ding an sich was wir sehen doch in dem Moment in dem wir es gedanklich versuchen einzuordnen bzw. es versuchen typ-ähnlich zu identifizieren ist es eine Illusion. (Glaube der Unterschied zwischen Wahrheit und Illusion ist hier ganz wichtig.) Worte sind für Nietzsche willkürliche Übertragungen/Metaphern. Ein Wort kann eine Sache nie vollkommen beschreiben da es nicht möglich ist mit dem Wort sämtliche Funktionen und Eigenschaften dieses Dinges auszudrücken. Deshalb kann Sprache auch nicht dazu dienen die Realität/Wirklichkeit darzustellen.
Man BEDENKE für seine späteren Formulierungen: Wahrheit ist nie verfälscht, sie wird erst von uns verfälscht!

Falls es zu wirr war oder noch fragen sind einfach bei mir melden.

Habe folgende Materialien bereits bearbeitet falls Fragen dazu sind: Ein Brief (H.v. Hofmannsthal), Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort (Rilke), Linguistik (Domin), Ein Wort (Benn).

Wollte allen hier mal danken!!!! Bin durch Zufall auf diese Seite gekommen und habe eine Menge Hilfe gefunden!! THANKS

Habe da allerdings auch ne Frage: Habt ihr was zur semantischen und pragmatischen Dimension des Sprechens??? (Steht in den Vorgaben)
Habe das Gefühl das ich das noch nie gehört habe!!! (Panik) geschockt

Habe allgemein noch n paar Probleme mit ein paar Punkten weil wir im Unterricht nur die Werke besprochen haben aber mal so richtig auf den Punkt gebracht haben wir es auch nie was es für das Thema allgemein bedeutet. Themen sind: Wechselwirkung zwischen Sprachskepsis und Wirklichkeitsverlust; metaphorischer Charakter von Sprache (metaphorisch = noch nie gehört); Suche nach neuen Ausdrucksformen (ist damit die Domin gemeint?); Begrenztheit der Sprache als pragmatisches und poetisches Medium (pragmatisch= auch noch nie gehört); hermetische Lyrik (ebenfalls noch nie gehört) als Sonderform des Sprechens.

Ich weiß das es ziemlich viel ist aber ich würde mich freuen wenn mir einige Fragen beantwortet werden könnten. Bin auch immer für Fragen offen.
Isa
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Domin wäre toll!

Diese apfelblütensprache ist nich ganz so mein fall! Weiß eigentlich nur, dass sie sich ihre eigene Sprache erfindet, als sie sich im exil befindet! oder???
Isa
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hab mit sprachskepsis noch nich so richtig angefangen...sorry...das einzige was ich jetzt zb auf den aspekt:
Wechselwirkung zwischen Sprachskepsis und Wirklichkeitsverlust beziehen würde, wäre das arbiträre verhältnis, dass zwischen Sprache und wirklichkeit herrscht -> man kann vom sprachlichen zeichen nicht auf die wirklichkeit schließen, da das sprachliche zeichen nicht dem gegenstand entnommen ist-> entspricht viel mehr einer konventionellen festlegung durch die gesellschaft. Ist auch daran zu erkennen, dass jedes land seine eigene sprache hat und somit zb für das wort "stuhl" sein eigenes wort besitzt.

Ist es n bisschen deutlich geworden??

Hat noch irgendwer was tolles zum punkt: der einzelne im beziehungsgeflecht von macht- und marktlogik??? hab da n bissel schwierigkeiten mit Hilfe
Juja



Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 115

BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

machtlogik - marktlogik steht doch schon hier in diesem thread....
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Isa
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

oha...ey wieso verpeile ich das eigentlich immer?? grübelnd

Aber danke smile
kerstin
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 12:27    Titel: sprachskepsis Antworten mit Zitat

@vicky

also der metaphorische charakter von sprache ist glaub ich einfach nur mit metaphern, welche durch sprache ausgedrückt werden, die dinge auszudrücken, also nicht die direkte und willkürliche zuordnung für ein ding (z.b. statt Kamel -> Wüstenschiff, dies kommt der art der bewegung und dem gebrauch eines kamels viel näher, als der bloße begriff).
neue ausdrucksformen (diese beziehen sich darauf, wenn menschen sich nicht mehr durch sprache vermitteln können) daraus kann z.b. das bilden von metaphern folgen (diese können die wirklichkeit besser beschreiben als die sprache ansich), oft führt dies auch zur Unsinns-poesie, dem dadaismus und zur hermetischen lyrik (dies sind in sich geschlosse gedichte, die dadurch sehr schwer erschließbar sind, oft viel gebrauch von unkonventionellen metaphern; beispiel gedichte von paul celan "sprachgitter" - müssen im kontext gesehen werden)
pragmatische seite der sprache ist doch nur die appelative, expressive und darstellende funktion oder guck mal in dein deutsch-buch unter semantik, dazu zählt auch die pragmatik
hoffentlich konnte ich dir wengistens ein bisschen helfen
kannst du vielleicht mal sagen, was du zu hilde domin rausgefunden hast, das gedicht versteh ich irgendwie nicht so richtig
Jens
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Man bin ich froh, dass ich dieses Forum gefunden habe ^^

Hab auch noch was zu Nietsche. Find gerade die andere Seite zu Nietsche nicht, aber ich denke das sollte reichen und den Rest ergänzen.

Seite 3

- Der Mensch glaubt nur etwas von den Dingen zu wissen Z.135

- Begriff: Sammelwort für ähnliches Beispiel "Blatt" (z.b der eine Denkt an ein Blatt Papier, der andere wiederum denkt an ein Blatt das am Baum hängt)

-Wahrheit: Definition ab Z .178
Wahrheit sind Illsuionen, kraftlose Metaphern

- Z.169 Das Übersehen des Individuellen gibt uns den Begriff

- Entstehung der Sprache ohne Logik, Gott ist tot = Fehlen
weil das Wesen der Dinge nicht einer Wertsetzung erfasst wird


Seite 4

- Mensch liegt in der bezeichneteten Weise unbewusst

- Der Mensch demonstriert sich das Nützliche der Wahrheit Z.196

- Mensch stellt sein Handeln unter die Herrschaft der Abstraktion

- Der Bau der Begriffe zeigt die starre Regelmäßigkeit

- Wahrheit heißt nur, jeden Würfel so gebrauchen wie er ist Z. 225

- Erzeugung kastenförmiges Denken --> Aufbau einer Pyramidialen Ordnung

- Durch fähigkeiten der Metapherbildung "Abhebung" von den Tieren


Seite 5

- Mensch wird zum Maß aller Dinge

- Mensch lebt im Subjektdenken

- Das Starr werden der Metapher verbürgt nicht ihre Notwendigkeit




grübelnd


MFG Jens
JB
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben zu Hilde Domin "Linguistik" folgendes gesagt:

- eine sehr positive Darstellung (Gegensatz zu Nietzsche, Celan...)
- sie besitzt Sprachvertrauen
- Abweichung von einem traditionellem Aufbau (kein Reim, kein Metrum, unterschiedliche Versanzahl in den Strophen etc); passt auch zu Inhalt: Macht etwas Neues; Aufbruch zu etwas Neuem, neuen Ausdruck in Sprache finden; neue Sprache bezogen auf lyrische Sprache
- Optimismus, Harmoniebedürfnis -> positive Grundstimmung, nur ein negatives Wort "Unrecht"
- persönliche, direkte Anrede; Imperative (evtl Apell an Leidensgenossen -> bezogen auf die Judenverfolgung)
- Poesie als Bewältigung; Domin klammert sich an die Sprache, welche ihr hilft, aus der Krise herauszukommen->Selbstrettung durch Poesie
- sie denkt, dass alles mit der Poesie gesagt werden kann (Mitteilbarkeit von Erfahrungen)
- sie ist auch NICHT begleitet von tiefer Skepsis (wie z.b. "Chandos")
- abstrakt: vertrau dich der neuen Sprache an!
- "Lernen zu schweigen": Kontrast zu Sprache: in dieser neuen Sprache gehört zum Kommunizieren nicht nur sprechen, sondern auch schweigen´

Viel mehr haben wir auch nicht gesagt, aber vielleicht hilft es dir/euch ein wenig mehr zum besseren Verständnis. Schließlich ist das Thema ja "Sprachskepsis" und die wird hier denke ich ganz gut deutlich. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass man den genauen Inhalt kennen muss.
Jigi



Anmeldungsdatum: 10.04.2006
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

HIERMIT ERKLÄRE ICH DIESES THEMA ZUM ABSOLUTEN TOP THEMA! GRATULATION!!!!


FEIER

FREUDE

GEFÜHLE

DENKT AM ABI AN EUER WOHL UND EURE ALLEINIGE FREUDE ES ZU SCHAFFEN; SEHT EURE CHANCEN UND WERDET ERFOLGREICH! DAS SOLL EUER LEBEN SEIN!

Adelheid

_________________
Jigi heißt meine Katze! :-)
Gast






BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Jigi hat Folgendes geschrieben:
HIERMIT ERKLÄRE ICH DIESES THEMA ZUM ABSOLUTEN TOP THEMA! GRATULATION!!!!


FEIER

FREUDE

GEFÜHLE

DENKT AM ABI AN EUER WOHL UND EURE ALLEINIGE FREUDE ES ZU SCHAFFEN; SEHT EURE CHANCEN UND WERDET ERFOLGREICH! DAS SOLL EUER LEBEN SEIN!

Adelheid



Danke, wird hoffentlich schon schief gehen ^^ sind ja optimistisch smile


wenn ich mir das alles durchlese, frag ich mich, warum ich überhaupt zur schule gangen bin ...
JB
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

jetzt mal zwei allgemeine Fragen:
1.Habt ihr in Deutsch auch solche (BLÖDEN) Operatoren bekommen? In allen Fächern haben wir nämlich welche, außer in Deutsch unglücklich
2.Irgendwer hat mir letztens erzählt, dass man 3 Abiturvorschläge bekommt??? Also das hab ich nämlich zum ersten Mal gehört und finde ich persönlich auch ziemlich unlogisch, dann könnte man ein Thema ja komplett weglassen.
Jens
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Mh 3 Vorschläge kann ich mir garnich vorstellen grübelnd
Hab davon noch nix gehört.


Naja, kann mir nochmal jemand kurz erläutern um was es sich bei "Utopie von Humanität und Freiheit" handelt?

Find mich irgendwie nich mehr auf den 10 Seiten zurecht Hilfe
Felicitas
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 15:00    Titel: Angst!! Antworten mit Zitat

Ich muss sagen ich krieg richtig panik wenn ich lese was ihr gelernt habt.....ich bin soweit durch und muss noch ein bissel festigen.......habt ihr euch NUR an den vorgaben langgehangelt????
Felicitas
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 15:14    Titel: utopie von Humanität und freihet Antworten mit Zitat

Humanität = Ideal wonach der mensch streben soll

(aus der vollendeten Humanität folgt das ideale Menschenbild)
Die freiheit bedeutet den freien willen ausleben.....humanität dagegen ist etwas wonach man streben muss!und darin liegt die utopie des ganzen......du bist nämlich nicht mehr frei wenn du nach etwas strebst!!!!


einigermaßen klar??? Augenzwinkern
Jens
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Jup, dankeschöön Tanzen
Felicitas
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Kommt von Herder.....habt ihr sicher auch gelesen
Felicitas
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

hast du vielleicht noch was brauchbares zu den Dramenkonzepten???
Jens
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt, Herder haben wir auch gemacht.

Ich glaub aber nur "über die Natur der Sprache im allgemeinen"
Jens
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Felicitas hat Folgendes geschrieben:
hast du vielleicht noch was brauchbares zu den Dramenkonzepten???


Meinst du z.B das klassische Dramenkonzept ? Wie das aufgebaut ist?

Oder was willst du genau wissen?
Felicitas
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

bei mir fehlt was von der seite...... traurig ......
Felicitas
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

ok....klappt wieder!

meine frage ist eigentlich ob du oder ihr auch was von dürenmatt oder so dazu gemacht habt......
JB
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Habt ihr in Deutsch auch solche (BLÖDEN) Operatoren bekommen????? In allen Fächern haben wir nämlich welche, außer in Deutsch
Gast






BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Meinst du z.B das klassische Dramenkonzept ? Wie das aufgebaut ist?

Oder was willst du genau wissen?[/quote]



das klassische dramenkonzept ist ja klar......aber wie habt ihr da weitergemacht......brecht kommt danach.....dann kommt was von dürenmatt und wie der das sieht und dann kommt das konzept wie wir das bei top dogs finden.....habt ihr das genauso???
Felicitas
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

ja haben wir auch bekommen....irgendwann mal.....ich hab mir die noch nicht wirklich angeguckt.....
Gast






BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Der Name is mir bekannt ^^

Nur ob wir dazu was gemacht haben, kann ich dir nich genau sagen.
Hab gerade meine Unterlagen durchforstet und nix gefunden.

Also Dramentheorien gibt es ja etliche.

Dramen werden je nach Epoche in geschlossener oder offener Bauform unterschieden.

Bei klassischen drama z.b

Einheit des Ortes
Einheit der Handlung
Einheit der Zeit.

usw

Kann man eigentlich überall nachlesen.
JB
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich versteh unter dem klassischen Dramenkonzept erstmal grob gesehen den Gegensatz von Top Dogs

Also ganz wichtig: Einheit von Zeit, Ort, Handlung; eine mehr gehobene Sprache, Blankvers etc.
1.Akt: Exposition (Einführung), 2.Akt: Steigende Handlung, Spannung wird aufgebaut (Zuspitzung), 3.Akt: Klimax, Höhepunkt, 4. Fallende Handlung, Wende (Peripetie), 5.Akt: Katastrophe, "Held" stirbt (vgl Don Carlos)
Seba
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Danke erstmal, ist doch viel Hilfreiches dabei, kann mir wer was zum Menschenbild der Klassik sagen was über Humanität hinausgeht Augenzwinkern?

Zur Drama Struktur:
Exposition (Einleitung)
Die handelnden Personen werden eingeführt, der dramatische Konflikt kündigt sich an.
Komplikation (Steigerung)
Steigende Handlung – mit erregendem Moment
Die Situation verschärft sich.
Peripetie (Umkehr der Glücksumstände des Helden)
Die Handlung erreicht ihren Höhepunkt.
Retardation (Verlangsamung)
Fallende Handlung – mit retardierenden (aufschiebenden, hinhaltenden, verlangsamenden) Momenten
Die Handlung verlangsamt sich, um in einer Phase der höchsten Spannung auf die bevorstehende Katastrophe hinzuarbeiten.
Katastrophe oder Lysis/Dénouement
a) Es kommt zur Katastrophe
z. B. Hamlet → sein Tod, Massensterben
b) Alle Konflikte werden gelöst
z. B. Nathan der Weise → alle sind verwandt und glücklich, Massenumarmung

Hoffe konnte helfen Augenzwinkern
JB
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

Könnte vielleicht jemand ne Seite angeben, wo diese Operatoren zu finden sind oder bei Zeit die mal hier reinstellen? Denn irgendwie find ich die nicht so richtig und bekommen haben wir nämlich keine. Danke,das wäre nett!
Felicitas
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:35    Titel: Dramenkonzepte und KLassisches Menschenbild Antworten mit Zitat

das klassische dramenkonzept ist mir ja klar....ich will nur wissen ob ihr auch auf das brecht'sche Theater eingegangen seid.....und auf dürenmatt.....

zum klassischen menschenbild:

vorher war ja sturm und drang wo die alle gemacht haben wozu sie lustig waren....in der klassik wollte man aber sturm und drang und aufklärung harmonisch miteinander vereinen! der mensch sollte GUT sein.....und durch die kunst gut werden.....die kunst vermittelte damit ein bestimmtes maß von gefühl....aber eben ein bestimmtes maß denn um gut zu sein musste der mensch auch gesetze und regeln befolgen.......selbstzucht.....durch die selbstzucht sollte der mensch nach dem ideal streben
Jens
Gast





BeitragVerfasst am: 13. Apr 2006 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Also wir haben zu Brecht " Mutter Courage" gelesen.

also ein rein episches theater.

dramatische form:

-handelnd
-verwickelt zuschauer in ein bühnengeschehen
-verbraucht seine aktivität
-ermöglicht ihm gefühle

-erlebnis
-der zuschauer wird in etwas hineinversetzt
-suggestion
-der unveränderte Mensch
-Wachstum
-Der mensch als fixum
- Gefühl


epische form:

-erzählend
-macht zuschauer zum betrachter
- aber weckt seine aktivität
-erzwingt vom ihm entscheidungen

-weltbild
-er wird ihm gegenübergestellt
- Kritik
- der veränderliche und unveränderte mensch
- Montage
-Der mensch als Prozeß
- Ratio


Wichtig beim epischen theater ist auch der V-Effekt. Der Verfremdungseffekt. um das Publikum zum kritischen wachsamen und nachdenklichen partner des schauspielers zu machen.
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